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Im Streit um ein Tor an der Badewiese in Altenhof empfiehlt der Bauausschuss, die Begrenzung zu entfernen.

Vorschlag
Ausschuss mischt im Zaungefecht mit

Großer Andrang: Ortsvorsteher Wolfram Malkus (5.v.l.) erklärte den Mitgliedern des Bauausschusses seine Sicht.
Großer Andrang: Ortsvorsteher Wolfram Malkus (5.v.l.) erklärte den Mitgliedern des Bauausschusses seine Sicht. © Foto: susan hasse
Susan Hasse / 05.09.2019, 07:00 Uhr
Altenhof (MOZ) Der Zaunstreit in Altenhof hält weiter an. Am Dienstagabend beschäftigte sich der Bauausschuss der Gemeinde Schorfheide vor Ort an der Altenhofer Badewiese am Werbellinsee mit dem Thema. Neben den Ausschussmitgliedern kamen auch rund 20 interessierte Bürger zum Termin, bei dem erneut vehement gestritten wurde. Der Bauausschuss hörte sich die einzelnen Argumente an und sprach sich am Ende der 45-minutigen Aussprache mehrheitlich dafür aus, dass das Bauamt der Gemeinde den Zaun unverzüglich wieder abbauen soll. Im Januar solle dann in einer gemeinsamen Beratung von Bauausschuss, Ordnungsamt und Ortsbeirat eine Lösung für die nächste Urlaubssaison 2020 besprochen werden. Denn das Kernproblem der Altenhofer Zaungefechte sind freche Badegäste, die bis zur Badewiese vorfahren.

Strafen für Parksünder

Der Anlieger Klaus Schultz, der direkt an der Zufahrt zum See wohnt, hatte sich für das verschlossene Zauntor stark gemacht. Vor seinem Grundstück würden immer wieder regelwidrig Autos parken. Um seine Position zu untermauern und die Notwendigkeit zu verdeutlichen, hat er Unterschriften gesammelt und eine Liste mit hundert Namen am Dienstag dem Bauamt übergeben. Das Bauamt hatte auf Anregung von Klaus Schultz im April das Tor aufgestellt und Schlüssel an alle Anlieger sowie Rettungsdienst und Feuerwehr  verteilt. Von innen konnte das Tor jederzeit geöffnet werden. Zudem schloss die Verwaltung mit Klaus Schultz und der Gastronomin Erika Zobel, die an der Badewiese eine Gaststätte betreibt, eine Vereinbarung. In dieser wurde festgehalten, dass das Tor grundsätzlich offen bleibt und nur geschlossen wird, wenn an heißen Tagen ein Besucheransturm zur Badewiese erwartet wird. Nach Aussagen der Gastronomin Zobel war das Tor jedoch öfter zu, so dass der Lieferverkehr und das Gülle-Auto behindert wurden. Der Altenhofer Ortsvorsteher Wolfram Malkus ist strikt gegen einen Zaun. Die Zufahrt zur Badewiese sei öffentlicher Weg, der befahrbar bleiben muss, so Malkus.

Einigkeit in der Altenhofer Zaunfehde besteht nur in dem Punkt, dass das Ordnungsamt den ruhenden Verkehr in dem im Sommer von Urlaubern bevölkerten Dorf strenger und häufiger überwachen müsse. Wie das in der Praxis aussehen könnte, muss im Januar zwischen den Beteiligten besprochen werden.

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