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Reitsport
Münchehofe veranstaltet großes Reit- und Springturnier

Stolz: die zwölfjährige Dressur-Kreismeisterin Anna Kloppick mit ihrem Pferd Halina
Stolz: die zwölfjährige Dressur-Kreismeisterin Anna Kloppick mit ihrem Pferd Halina © Foto: Stephan Dreyse
Stephan Dreyse / 06.09.2019, 05:30 Uhr
Münchehofe Zum 18. Mal trug der Ländliche Reitverein Münchehofe sein großes Reit- und Springturnier aus. "Inzwischen sind die Beteiligten und Organisatoren durchaus routiniert", sagte nach dem gelungenen Turnier Vereinschef Carsten Börner. An drei Tagen wurden die Dressur-Kreismeisterschaften ausgetragen, weitere Wertungen für den Sparkassen-Oderland-Cup  in der Dressur sowie Springen absolviert und die Prüfung im Sichtungs-Cup geritten.

Die wohl Jüngste unter den Dressur-Kreismeistern ist Anna Kloppick vom gastgebenden Münchehofer Reitverein. Für die Zwölfjährige ist es der erste Titel. Sie war sichtlich stolz auf sich und ihr Pferd Halina. Vizemeisterin in der Klasse Pony-Children (bis 14 Jahre) wurde Emily Grubitz, ebenfalls vom Münchehofer Verein. Schon seit acht Jahren reitet Anna Kloppick und liebt besonders "den Umgang mit Pferden". Es macht einfach Spaß zu reiten und sich um die Tiere zu kümmern. "Ich bin total stolz. Damit hat nun niemand gerechnet", gab auch Mutter Susanne zu.

Gleich Doppeltitelträgerin wurde Maxime Fliegner. Sie holte die Meisterschaft in der Dressurprüfung Klasse A Junge Reiter, die auch die Wertung für den Sparkassen-Oderland-Cup beinhaltet, und in der Dressur Klasse L Trense. Die Gesamtwertung in der Klasse L wies Maxime Fliegner zwar nur als Zweitplatzierte aus, jedoch war sie die beste Vertreterin aus Märkisch-Oderland. Für sie nicht der erste Kreismeistertitel, jedoch der erste doppelte. Maxime Fliegner mag vor allem das Dressurreiten. "Es fordert viel Konzentration, alles muss passen zwischen Mensch und Tier", erklärte die 16-Jährige. Ihre Schwester Kim (12) wurde Vizemeisterin in der A-Tour. "Wäre ich nicht mit angetreten, hätte sie sicher den Kreismeistertitel geholt. So ist es unser beider Titel", sagte die große Schwester.

Zahlreiche Helfer

"Die Grundbedingungen gilt es ganzjährig zu pflegen, die Vorbereitung solcher Events ist indes vier Wochen vor Beginn am intensivsten", berichtete Carsten Börner. Viele der Beteiligten kümmern sich in ihrer Freizeit und neben dem Beruf um die Vorbereitung. Engagement, das sich mit so gelungenen Veranstaltungen und viel positivem Besucher- und Teilnehmerfeedback lohnt. "Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche mitmachen und bei solchen Turnieren sehen, wohin der Weg führen kann", erklärte Börner. Die Anlage gibt die nötigen Rahmenbedingungen. Würde das Turnier allerdings größer, befürchten die Organisatoren, gehe einiges für die jüngsten Teilnehmer verloren.

Lily Bendig vearbschiedet

Lily Bendig, eine der erfolgreichsten Reiterinnen aus Münchehofe, wurde eine besondere Ehre zuteil. Sie hat ihr Abitur bestanden und geht nun ins Studium nach Hannover. Sie wurde offiziell vom Verein verabschiedet. "Wir wünschen Lily alles Gute auf dem weiteren Weg und sind uns sicher, dass sie den Verband auch weiter deutschlandweit gut vertreten wird", ist Börner überzeugt. Mit zwölf Jahren hat Lily Bendig seinerzeit angefangen und in den Jahren beim Ländlichen Reitverein Münchehofe "dem Landesverband auch ihren Stempel aufgedrückt."

Nächster Höhepunkt folgt

Mit Max-Hilmar Borchert, der gleich mit drei Pferden beim Springreiten dabei war, war ebenso Prominenz vertreten. Doch mit den Reitsporttagen ist es in Münchehofe noch nicht vorbei in diesem Jahr: Am letzten Oktober-Wochenende kommen wieder die Vierkämpfer im Reitsport in den Hoppegartener Ortsteil. Bereits im Frühjahr war Münchehofe Gastgeber für einen solchen Wettkampf. "Wir haben im April scheinbar so gute Arbeit geleistet, dass sich bislang noch keiner bereit erklärt hat, das nächste Turnier auszurichten", erklärte Carsten Börner. Leinwand, Live-Übertragungen per Drohne, Länderabend und mehr hinterließen damals einen deutlich nachhaltigen Eindruck bei den Teilnehmern.

"Es sei nach wie vor schwierig, den Nachwuchs im Pferdesport angesichts der vielfältigen Angebote an Freizeitaktivitäten zu halten. Umso glücklicher sind wir als Veranstalter, wenn auch ein solches Turnier vor allem bei der Jugend gut ankommt und bleibende Eindrücke hinterlässt", lautete Börners abschließendes Fazit.

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