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Tradition
Hunderte Besucher bei Erntedankfest in Grüntal

Kai-Uwe Krakau / 08.09.2019, 20:46 Uhr - Aktualisiert 09.09.2019, 09:15
Grüntal Florian Müller von der Organisationsgruppe "Erntefest" kann sich freuen. "Wir haben in diesem Jahr 49 Bilder im Festumzug gehabt, ein Rekord", sagt der junge Mann und strahlt übers ganze Gesicht. Alles sei dabei gewesen – vom Mini-Tretauto bis zum Riesentraktor. "Wir werden immer größer", so der Grüntaler. Und nicht nur das, das Erntefest erfreut sich bei den Einwohnern der Gemeinde Sydower Fließ, dazu gehört auch Tempelfelde, steigender Beliebtheit. Seit Anfang der neunziger Jahre wird es bereits gefeiert, erlebte dabei durchaus einige Veränderungen. So verlegten die Organisatoren 2018 den Festplatz in den hinteren Bereich des Schulgeländes. Eine eigene Bühne wurde, statt der zuvor genutzten Treppe, aufgebaut. "Ich denke, das hat sich so bewährt", sagte Müller.

Als sich am frühen Nachmittag die Fahrzeuge an der Schönholzer Straße einfanden, reichte fast der Platz nicht aus. Anschließend setzte sich der Korso in Bewegung – über die Karl-Marx-Straße und den Melchower Weg führte die Route zum Festgelände. Dort wurden die liebevoll geschmückten Gefährte "geparkt". Viele Besucher nutzten die Möglichkeit, sich die Fahrzeuge noch einmal genauer anzuschauen. Auch lockere Sprüche waren dort zu lesen, etwa diesen: "Fällt der Bauer voll vom Trecker, war der Korn mal wieder lecker".

Insekten-Dosen gebastelt

Die Naturwacht des Naturparks Barnim war mit einem Stand vertreten. Dirk Krone hatte nicht nur lesenswerte Broschüren mitgebracht, sondern auch Dosen. Daraus konnten die Mädchen und Jungen kleine Insekten-Hotels basteln. "Die verschiedenen Bienen- und Wespenarten finden darin gute Brutmöglichkeiten", so Krone. Dem achtjährigen Dominik machte es jedenfalls Spaß. "Die Dose hänge ich im Garten meiner Großeltern auf", verriet er.

Martina Wendland hatte ihr Spinnrad mitgebracht. "Ich zeige, was man mit Wolle alles machen kann", so die Melchowerin. Besonders die kleinen Besucher zeigten sich durchaus interessiert an dem Handwerk. "Sie fragen immer nach dem Dorn, den sie aus dem Märchen ´Dornröschen´ kennen", so Martina Wendland schmunzelnd. Aber den gebe es eben nicht.

An einem langen Tisch wurden kleine "Kürbistaschen" für Süßigkeiten gebastelt, nebenan war erneut die Schützengilde Biesenthal 1588 e.V. zu finden. Dort konnte mit einem Lichtpunktgewehr das Ziel in den Blick genommen werden. "Wir suchen immer Nachwuchs", erzählte Birgit Rössing. Der Verein habe 75 Mitglieder, darunter seien jedoch nur sechs Kinder. Rund 50  Kuchen hatte der Förderverein von Grundschule und Hort gebacken, die Schlange am Verkaufsstand war riesig. "Es schmeckt alles toll", so eine Grüntalerin.

Ein Clown machte auf dem Festgelände seine Späßchen, die Hortkinder hatten ein kleines Theaterstück einstudiert und wer wollte, konnte sich auf der Hüpfburg so richtig austoben. Am Abend gab es für alle Teilnehmer des Umzugs kleine Geschenke, bevor die Disko-Crew – dazu gehören Lutz, Henry und Birgit – zum Tanz unter der Erntekrone baten. Außerdem gab es noch den Auftritt der Stimmungskanone "Remmi von Demmi".

Bereits am Freitag hatten sich mehrere Mannschaften zum Volleyball-Turnier in der Turnhalle der Grundschule getroffen. Ein Laternenumzug und das Konzert "Ernte sei Dank" in der Kirche rundeten den Tag ab.

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