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Pferderettung
Irische Bartträger in der Region Zuhause

Juliane Keiner / 21.09.2019, 08:00 Uhr
Borkwalde/Emstal (MOZ) Benjie und Blue tragen Bart. Die zwei aus Irland stammenden Pferde hat es nach Potsdam-Mittelmark verschlagen, genau wie deren Besitzerin Svenja Reithner, die ursprünglich aus Österreich stammt.

Der erste Blick, zugegeben auch der Zweite, verwundert. Denn die zwei Irish-Cob-Mixe tragen blonde Bärte. Svenja Reithner, seit ihrer Kindheit Pferden verbunden, war auf der Suche nach einem  tierischen Partner für ihren 15-jährigen Hrannar. Bei ihrer intensiven Suche stieß sie auf diese ungewöhnliche Rasse und deren Schicksal. Das Irish Cob ist eine sehr alte irische Pferderasse, die ursprünglich von den travelling people (fahrendes Volk) gezüchtet wurde. Die travelling people züchteten Irish Cob zum Ziehen ihrer Wagen und zum Verkauf, zumeist an Farmer,  die sie für die Feldarbeit nutzten oder zur Jagd einsetzten.

Svenja Reithner weiß zu berichten, dass die Straßenpferde vor der Wirtschaftskrise häufig als Wertanlage gekauft und gezüchtet wurden. Seit der Wirtschaftskrise werden sie einfach ausgesetzt und, im besten Falle, von Tierschutzorganisationen in jämmerlichem Zustand eingefangen und weitervermittelt oder sie kommen in Tötungsstationen. "Munter weitergezüchtet wird dennoch", so die 38-Jährige voller Unverständnis.

Im Internet stieß sie auf die Organisation http://www.hungryhorseoutside.com/, die Benjie und Blue vermittelte. Nach einigen Besuchen entschieden sich Svenja Reithner und ihr Partner:www.hungryhorseoutside.com/, die Benjie und Blue vermittelte. Nach einigen Besuchen entschieden sich Svenja Reithner und ihr Partner|_blank)$, den zwei zirka Vierjährigen ein Zuhause zu geben. Während die Zweibeiner in Borkwalde heimisch geworden sind, zogen die drei Pferde nach Emstal. Gleich um die Ecke sozusagen. Und allesamt fühlen sich in der neuen Heimat sehr wohl.

Ritt Svenja Reithner über Jahrzehnte ihre Pferde, so hat sie sich entschieden ihre Vierbeiner zu Fuß zu begleiten. "Es tut mir unglaublich gut. Spazieren gehen mit Pferden ist gut für Körper und Seele." Und genau an diesen Punkten setzt sie auch beruflich an. Als mobiler Coach hat sie sich auf die Unterstützung ihrer Klienten vor Ort spezialisiert. Bei Bedarf kommen auch Hrannar, Benjie und Blue zum Einsatz. "Als Coach für Lebenszeitmanagement unterstütze ich dabei, eigene Bedürfnisse, Familie, Freunde und Beruf miteinander zu verbinden. Ein Besuch auf der Pferdekoppel, der Körperkontakt mit den Tieren, kann helfen den Kopf frei zu bekommen, Stress zu mindern", so Svenja Reithner, der es gelungen ist,  Beruf und Hobby miteinander zu verbinden.

Hintergrund-Quellen:

http://www.hungryhorseoutside.com/

http://www.irish-cob.de/rasseninfo.html

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