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Straßenbau
Ortsdurchfahrt wird nächstes Jahr gesperrt

Leitungen kommen ins Erdreich: Die Firma Helmut Schmidt GmbH ist aktuell in Möbiskruge aktiv. Stromkabel werden verlegt und auch Leitungen für die neue Straßenbeleuchtung.
Leitungen kommen ins Erdreich: Die Firma Helmut Schmidt GmbH ist aktuell in Möbiskruge aktiv. Stromkabel werden verlegt und auch Leitungen für die neue Straßenbeleuchtung. © Foto: Gerrit Freitag
Janet Neiser / 24.09.2019, 07:00 Uhr
Möbiskruge Zu übersehen sind die Bauarbeiten in Möbiskruge nicht. Schon seit Wochen wird am Straßenrand gebuddelt. "Das sind vorbereitende Arbeiten für den Gehwegbau", erklärt Neuzelles Amtsdirektor Hans-Georg Köhler. Denn einen Weg für Fußgänger sucht man dort bislang vergebens. Die E.dis AG verlegt dort gegenwärtig Erdkabel. Bislang verlaufen diese noch oberirdisch. Doch das kommt ja zunehmend aus der Mode.

Im Frühjahr geht es richtig los

Zudem kommen bereits jetzt die Leitungen für die neue Straßenbeleuchtung mit ins Erdreich. Richtig losgehen soll es mit der Baumaßnahme dann wohl im März, April oder Mai – so die Planung. "Je nachdem auch, wie der Winter wird", sagt Neuzelles Bauamtsleiter Thomas Tavernier.

Noch in diesem Jahr wird es ihm zufolge die öffentliche Ausschreibung geben. Und die beinhaltet nicht nur den Bau eines etwa 1,8 Kilometer langen Gehweges, sondern auch die Instandsetzung der Ortsdurchfahrt. Für den Straßenbau ist der Landesbetrieb Straßenwesen zuständig, für den Gehweg die Gemeinde. Im Zuge dieser Neuerungen kommt dann eben auch die neue Straßenbeleuchtung, über die schon seit Jahren gesprochen wird.

Der Kostenpunkt für die gesamte Maßnahme – inklusive Straße, Gehweg und Beleuchtung, auch einige Durchlässe werden erneuert – liegt laut Thomas Tavernier bei etwa 1,1 Millionen Euro. Und die Finanzierung ist gar nicht so leicht, denn gesetzlich gab es Änderungen.

Für den Gehweg müssen die Anlieger anteilig Erschließungsbeiträge zahlen, die sich nach der Grundstücksgröße richten. Wäre der Gehweg nur erneuert worden, hätte die Gemeinde die Kosten allein stemmen müssen. Da es sich aber um eine grundsätzlich neue Erschließung handelt, zahlen Anwohner und Gemeinde. "Dafür wurde in der Gemeinde extra eine Erschließungsbeitragssatzung verabschiedet", weiß der Bauamtsleiter. Es handele sich aber um eine Einzelsatzung, die wirklich nur für dieses Projekt gilt.

Was die Erneuerung der Straße betrifft, muss das Land ran. Das gilt auch für die Straßenbeleuchtung. Für die kommen die Anwohner aufgrund des neuen Landtagsbeschlusses jetzt nämlich nicht mehr anteilig auf. Auch die Gemeinde muss diesen Teil nicht übernehmen, denn die Maßnahme wurde schon vor längerer Zeit beschlossen und vor allem durchgerechnet – zu den alten Konditionen. Nun gibt es eine Finanzierungslücke. Also ist das Land in der Pflicht – eine Ausnahme aufgrund der neu herbeigeführten Gesetzeslage. Hätte die Gemeinde die Kosten allein tragen müssen, wäre eine neue Straßenbeleuchtung in Möbiskruge wohl kaum gekommen, gibt Thomas Tavernier zu.

Neuzelles Gemeindebürgermeister Dietmar Baesler ist froh, dass es jetzt bald losgeht. Man habe sich schon vor längerer Zeit für diese Maßnahme entschieden, betont er. "Die Sicherheit war einfach nicht mehr gegeben. Die Menschen mussten auf der Straße laufen und deren Zustand ist auch nicht mehr gut."

Sonderregelung für Anwohner

Für Baesler ist klar: "Der Ort wird damit aufgewertet und die Sicherheit erhöht. Wenn alles fertig ist, wird Möbiskruge ein neues Gesicht haben und wir sind wieder ein Stück weiter und haben in der Gemeinde etwas verbessert." Für ihn sei es zudem eine große Freude, dass der Landesbetrieb sich mit beteiligt und auch die Querungen erneuert. "Die Straße wird grundhaft ausgebaut", erklärt er.

Das bringt natürlich auch etwas mit sich, das nicht jeder freudestrahlend begrüßen wird: eine Vollsperrung. "Ohne Sperrung geht es nicht", bestätigt Thomas Tavernier. Man befinde sich derzeit noch in Abstimmungsgesprächen, denn natürlich müssten für die Anwohner des Ortes und für die Versorger Lösungen geschaffen werden. Der normale Durchgangsverkehr aber wird während dieser Maßnahme Umleitungen in Kauf nehmen müssen.

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