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Trödelmarkt
Das große Gefeilsche um ausgesonderte Raritäten

Beim Stöbern auf Schmöker gestoßen: Ulrich Müller und seine Frau (links) verkaufen einer Kundin ein paar Bücher.
Beim Stöbern auf Schmöker gestoßen: Ulrich Müller und seine Frau (links) verkaufen einer Kundin ein paar Bücher. © Foto: Kuba Kruszakin
Kuba Kruszakin / 24.09.2019, 06:00 Uhr
Finow Es wurde getrödelt am Sonnabend. In Finow und am Fitolino konnte um ausgesonderte Raritäten gefeilscht werden.

Das vergangene Wochenende war eines für Trödelfreunde: Allein in Finow warten am Sonnabend zwei Gelegenheiten Schnäppchen und Raritäten abzustauben. Der Markt auf dem Festplatz am Schwanenteich an der Altenhofer Straße gilt inzwischen als eine kleine Tradition.

"Wir haben damit vor drei Jahren angefangen", erinnert sich Christian Mertinkat vom veranstaltenden Stadtteilverein Finow. Dieses Angebot habe im Stadteil gefehlt. Unter den insgesamt 40 Ausstellern sind vor allem solche mit Kleidern, Spielzeug und Keramik, aber auch ungewöhnliche Angebote wie Vorhängeschlösser oder ein Autotelefon aus den frühen 1990er-Jahren. "Wir sind Finower, wir wohnen hier um die Ecke und haben noch so viel Trödel vom Umziehen, den wir loswerden wollen", sagt der ausstellende Ulrich Müller, der auch Mitglied im Finower Stadteilverein ist.

Gegen Mittag lockt das Areal ungefähr 150 Besucher – darunter auch einer der regelmäßigen Gäste, Detlev Kirchner: "Ich sehe, es ist jedes Jahr sehr gut und wird immer besser. Für so einen Vorort ist das schon toll, was hier geleistet wird." Noch hat Kirchner nichts gekauft. Er habe "erstmal den Kaffee getrunken, um wach zu werden", wie er sagt. Dann will er etwas für die mittlerweile vier Enkelkinder finden.

Kinder und Familien sind auch die Zielgruppe des Trödelmarkts der Indoor-Kinderspielwelt Fitolino an der Coppistraße. Stefan Stahn ist mit Partnerin und Tochter gekommen. "Wir haben ein Kleid mit einem Oberteil und einen CD-Player gekauft", berichtet er. "Es ist sehr enstpannt bei schönem Wetter, alle locker drauf, gute Angebote", fasst  er seinen Besuch zusammen.

Rund 200 in der ersten Stunde

Allein in der ersten Stunde laufen rund 200 Leute die zahlreichen Ständen ab. "Es kommen viele Anfragen von Familien, die immer wieder Sachen haben oder suchen. Deswegen kam die Idee, einen Flohmarkt anzubieten", erzählt Jacqueline Richter vom Fitilino. Es sei schade, wenn es zu Hause liege oder wenn man es wegwerfe, fügt sie hinzu.

Immer wieder schaut sie bei den insgesamt 44 Ausstellern vorbei und kann zufrieden sein. Auf die Gäste warten zahlreiche Kleider, Gesellschaftsspiele und gelegentlich DVDs sowie CDs mit Märchen, Spielen und Kindermusik. Kein Stand bleibt unbesucht – eine Freude für die Verkäufer, zu denen auch Nadine Wolter gehört. "Ich muss sagen, ich mache Kinderflohmarkt zwei- bis dreimal im Jahr an verschiedenen Stellen", erzählt sie. Dort tausche man sich auch über kommende Märkte aus. Vom Fitolino-Flohmarkt habe sie von einer Freundin erfahren.

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