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Straßenbeleuchtung
Katerbow geht ein Licht auf

Die Laternen müssen erneuert werden. Symbolfoto: Ulf Grieger
Die Laternen müssen erneuert werden. Symbolfoto: Ulf Grieger © Foto: Ulf Grieger/MOZ
Ulrike Gawande / 24.09.2019, 18:23 Uhr
Katerbow (MOZ) In Katerbow gibt es noch 21 Straßenlaternen, die einen Betonmast haben und mit Quecksilberdampfleuchten betrieben werden. Das soll sich bis Jahresende ändern, beschlossen die Gemeindevertreter in der Gemeinde Temnitzquell am Montag und gaben dem Amt den Auftrag für eine Beschlussvorlage zum Austausch der Lampen. Kostenpunkt rund 56 000 Euro.

Denn die Quecksilberdampfleuchten sind in der Europäischen Union seit April 2015 verboten, so dass keine Ersatzleuchten oder Ersatzteile mehr erhältlich sind. In der Sitzung der Gemeindevertreter stellte Hendrik Hess von der Edis-Netz GmbH vor, wie ein Wechsel der Straßenbeleuchtung in Katerbow vonstatten gehen könnte. Insgesamt gibt es derzeit 47 Straßenlaternen in dem Ort. Fünf stehen auf Stahlmasten und sind mit Natriumdampfleuchten bestückt, die nicht angetastet werden sollen. Das gilt auch für die 21 Laternen, zwei davon sind zugleich Querungshilfen, die vom Land bei der Sanierung der Landstraße 18 aufgestellt wurden. Auch sie sollen unverändert an ihren bisherigen Standorten verbleiben.

Die 21 Betonmasten mit den Quecksilberdampfleuchten hingegen hätten das Ende ihrer Lebensdauer erreicht, berichtete Hendrik Hess, und das Beleuchtungsnetz sei teilweise marode. Zudem seien die Abstände der Lichtpunkte hoch und lägen bei rund 50 Metern. Üblich seien sonst 25 bis 30 Meter. Die Betonmasten sollen durch Stahlmasten standortgleich ersetzt werden, da die neuen Lampen direkt auf das Ortsnetz aufgemufft werden können. Hess: "Die Technik steckt im Sockel." Daher müsse keine Straße aufgerissen und kein separates Leitungsnetz verlegt werden, so der Mann von der Edis. Zusätzlich sollen sechs neue Laternen errichtet werden, um die Abstände zwischen den Leuchten zu verringern. Auf einem Ortsplan erläuterte Hess die Standorte.

Alle – dann 53 Straßenlaternen – in Katerbow werden zudem mit LED-Leuchtmitteln ausgestattet. Das sorge für geringere Energiekosten und eine höhere Lichtausbeute, erklärte Hendrik Hess den Gemeindevertretern. Bis zu 60 Prozent der Energiekosten ließe sich so einsparen. Die LED-Leuchten, die eine Lebensdauer von 80 000 Betriebsstunden haben, bilden zudem das natürliche Lichtspektrum ab. Dadurch, dass weder UV-, noch Infrarotanteile im Licht vorhanden seien, sind die Lampen zudem insektenfreundlich und durch das Richtungslicht reduziere sich die Lichtverschmutzung. Gesteuert werden die Lampen per astronomischer Zeitschaltuhr.

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Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf.

Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf. Und am Ende steht ein Kürzel.⇥kürzel

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