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Kartoffelernte
550 Menschen beackern Feld bei Ruhlsdorf

Aus Spaß an der Freude: Norbert Ziegler (vorn) ist gespannt, wie die selbst geernteten Kartoffeln schmecken.
Aus Spaß an der Freude: Norbert Ziegler (vorn) ist gespannt, wie die selbst geernteten Kartoffeln schmecken. © Foto: Wolfgang Rakitin
Wolfgang Rakitin / 25.09.2019, 06:00 Uhr
Ruhlsdorf Die Sonne steht schon hoch, und bereits vor zehn Uhr stehen die Kartoffelliebhaber auf dem Feld von Landwirt Sören Kilian Schlange. Sie warten auf den Startschuss, um die Knollen mit der Hacke selbst ernten zu können. Gegen  11 Uhr sind rund 150 Leute auf dem Feld bei Ruhlsdorf. Sie ernten die festkochende "Vineta". Wer mehlige Kartoffeln möchte, kauft die "Kalena", die in Fünf-Kilo-Säcken auf der Palette liegt.

Viele der Besucher des Kilian-Hofes an diesem Sonnabend kommen aus dem Barnim und aus Berlin. Sogar ein Thüringer nimmt  300 Kilogramm Kartoffeln zum Einkellern in die Heimat mit.

Norbert Ziegler aus Berlin ist "aus Spaß an der Freude" dabei. "Mal seh’n, wie die Kartoffel ist", sagt er. Reinhard Fahrendholz aus Ruhlsdorf, früher Mitarbeiter des Amtes für Landwirtschaft, jetzt Rentner, weiß es. "Gute Sorte, die ‚Karlena’", bemerkt er. Der 71-Jährige hat bereits eine Schubkarre voller Knollen zum schnellen Verbrauch nach Hause gebracht. "Ich wohne nur um die Ecke", erklärt er. Landwirt Sören Kilian ist mit der Resonanz auf seine Aktion, die er zum ersten Mal ins Leben gerufen hat, äußerst zufrieden.

Etwa 250 "freiwillige Erntehelfer" am Sonnabend und  rund 300 Menschen am Sonntag zählte er. "Insgesamt wurden etwa 10 000 Kilogramm Kartoffeln  geerntet oder gekauft", zieht der 27-Jährige eine positive Bilanz für das vergangene Wochenende. "Viele Erwachsene sind mit Kindern gekommen, damit die nicht glauben, Kartoffel wachsen im Supermarkt", erzählt Sören Kilian. Auch sein Angebot, mit der hochmodernen Kartoffelerntemaschine über das Feld zu fahren, wurde rege genutzt.

Die noch verbliebenen Kartoffeln spendet Sören Kilian der Bernauer Tafel. Die ersten 1000 Kilogramm holen deren ehrenamtlichen Helfer noch in dieser Woche ab. Eine Spende von weiteren 1000 Kilogramm folgt später.

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