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Feuerwehr im Einsatz
Drama in Schmiedeberg: 42-Jährige kommt bei Hausbrand um - Nachbarn kämpfen gegen die Flammen

Dicke Rauchschwaden steigen aus dem Haus
Dicke Rauchschwaden steigen aus dem Haus © Foto: Oliver Schwers
Oliver Schwers / 03.10.2019, 11:00 Uhr - Aktualisiert 03.10.2019, 11:28
Schmiedeberg (MOZ) Bei einem Feuer in einem Einfamilienhaus in Schmiedeberg ist eine 42-Jährige ums Leben gekommen. Die Rettungskräfte konnten nicht mehr helfen.

Edgar Konwert kommt gegen 6.30 Uhr mit dem Auto von der Schicht nach Hause. Schon auf der Bundesstraße vor dem Ortseingang Schmiedeberg (Uckermark) spürt er den Rauchgeruch. Als er vor sein Grundstück fährt, stockt ihm der Atem. Aus der angrenzenden Haushälfte der Nachbarn dringt Qualm in dicken Schwaden empor. Es brennt.

Konwert rast auf das Grundstück, sieht schon von Weitem Flammen. Dann stürmt er ins eigene Haus, wo die Familie schläft und überhaupt nichts mitbekommt vom Drama nebenan. Während seine Frau sofort die Feuerwehr ruft, rennt Edgar Konwert mit Eimern wieder aufs Nachbargrundstück und brüllt "Feuer, Feuer". Er kippt Wasser in eines der geborstenen Fenster am Giebel. Ein aufgewachter Nachbar vom Haus gegenüber hilft ihm mit einem Gartenschlauch. Doch gegen das Flammenmeer im Zimmer können sie nichts ausrichten.

Bei einem Feuer in einem Einfamilienhaus in Schmiedeberg ist eine 42-Jährige ums Leben gekommen. Die Rettungskräfte konnten nicht mehr helfen.
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Und rein kommen sie nicht. Der Qualm hat das ganze Grundstück eingehüllt. Doch sie ahnen: Drinnen muss noch eine 42-jährige Frau sein. Sie ist nirgends zu sehen. Und sie verlässt selten das Haus. Ihre Eltern sind wegen einer Familienfeier verreist.

Dann treffen Polizei, Rettungswagen und Feuerwehren ein. Niemand sieht etwas. Helfer schlagen Fenster ein, öffnen Jalousien. Mit Atemschutzausrüstung und Wärmebildgeräten durchsuchen die Rettungskräfte Stube für Stube, finden ein totes Haustier. In einem der Räume hat sich das Feuer durch die Decke gebrannt und die Balken erfasst. Dann kommt per Funk die erschütternde Nachricht "leblose Person".

Betretene Gesichter bei einigen der Wehrleute. Die Polizei hat inzwischen die Eltern benachrichtigt. Auch Geschwister. Seelsorger sind unterwegs. Doch der Brand ist immer noch nicht gelöscht. Es knistert in den Balken. Wehrleute öffnen von außen mit Leitern das Dach. Man fürchtet, dass sich die Flammen versteckt ins Nachbarhaus fressen. Eingesetzt sind die Wehren aus Greiffenberg, Günterberg, Steinhöfel, Wilmersdorf und Angermünde. Rund 35 Leute.

Die Nachbarn stehen draußen und können es noch immer nicht fassen. "Bei dem Rauch war von vornherein klar, dass hier keiner überleben konnte", sagt Edgar Konwert. Die Kriminalpolizei nimmt noch während des Brands die Ermittlungen auf. Die Ursache ist bis jetzt unklar.

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