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Freizeit
Partnerschaft fürs Schwimmen

Blockhaus-Schwimmschule in Hönow: Daneben soll ein weiteres Gebäude dieser Art entstehen.
Blockhaus-Schwimmschule in Hönow: Daneben soll ein weiteres Gebäude dieser Art entstehen. © Foto: Gerd Markert
Uwe Spranger / 10.10.2019, 19:49 Uhr
Hoppegarten (MOZ) Es ist zuletzt etwas ruhig geworden um das interkommunale Schwimmhallenprojekt am Berliner Rand. Weil es bis zu dessen Realisierung auf jeden Fall noch eine Weile dauern dürfte, haben die Betreiber der Schwimmschule im Blockhaus jetzt den Hoppegartener Gemeindevertretern  erneut angeboten, zwischenzeitlich Hallenzeiten für öffentliches Schwimmen bei ihnen zur Verfügung zu stellen. Jens Vorwerk und Nico Bogs haben ihr Anliegen gerade in den Ausschüssen vorgestellt.

In ihrer bisherigen Einrichtung in der Kaulsdorfer Straße nahe der Hönower Einkaufspassagen gäbe es dafür allerdings keinen Platz. Die ist nämlich durch Baby- und Kleinkindschwimmen, Schwimmkurse für Kinder, Aquafitness und Wassergymnastik für Senioren bereits ausgebucht und funktioniere ohne Defizit, erläuterten sie. Inzwischen gebe es lange Wartezeiten für die Kurse, und bei den Älteren würden faktisch nur Plätze frei, wenn jemand aus gesundheitlichen Gründen aussteigen müsse. Deshalb will das Unternehmen expandieren und noch eine weitere Halle bauen. In unmittelbarer Nachbarschaft des jetzigen Standorts.

Der Neubau soll so angelegt werden, dass auch die Anforderungen erfüllt werden, um Schwimmabzeichen ablegen zu können. Ansonsten bleibe man bei dem bewährten Modell mit flachem Becken (1,35) für die Wassergymnastik und warmem Wasser. In den ersten Ausschussrunden hatten die beiden noch darauf gesetzt, auch Schulschwimmen anbieten zu können, aber das war zuletzt wieder fallen gelassen worden. Denn dies soll nach Intentionen des Landes  Brandenburg in "Schwimmzent­ren" passieren, und für die hiesige Region wäre dies in Strausberg, wurde berichtet. Strausbergs Bäder-Chef Fred Thaleiser bestätigte, dass er für das über den Landkreis angeforderte Kontingent die Zeiten "freiräumt".

Bleibt nunmehr das Angebot der Blockhaus-Betreiber, bestimmte Stunden für das öffentliche Schwimmen freizuhalten. Weil dabei nicht auf sichere Einnahmen gesetzt werden kann, weil man nicht weiß, wie viele Gäste in die Halle kommen, müsste die Gemeinde den Kostensatz tragen, der sonst durch Kurse hereinkommt. Pro Stunde setze man etwa 300 Euro an, um kostendeckend zu sein, sagte Vorwerk. Übers Jahr kämen bei zwei Stunden werktags am Morgen, zweimal wöchentlich drei Stunden abends sowie sonntags von 10 bis 18 Uhr demzufolge mit gut 300 000 Euro Anteil der Gemeinde minus Einnahmen durch Eintrittsgeld zusammen. Dafür müsse sich die Kommune nicht an den Investitionskosten – die Betreiber rechnen mit gut fünf Millionen Euro – beteiligen. Das Risiko liege voll beim Unternehmen, die Gemeinde könne aus dem Vertrag aussteigen, wenn denn die interkommunale Schwimmhalle kommen sollte. Über Laufzeiten und Kündigungsfristen werde man sich einigen, stellte Vorwerk in Aussicht. Er sehe auch keine Konkurrenz zu der geplanten größeren interkommunalen Halle.

Neben dem eventuellen Zuschuss für die öffentliche Badezeit brauchen Vorwerk und seine Partner allerdings Rückhalt der Gemeinde in der Grundstücksfrage. Denn das in Frage kommende Areal gehört den Berliner Stadtgütern. Die hätten Bürgermeister Karsten Knobbe zumindest Einverständnis signalisiert, dass ein längerfristiger Erbbaurechtsvertrag abgeschlossen werden könnte. Diese längerfristige Sicherheit brauchen die Betreiber, um ihrerseits die Investition finanzieren zu können.

Gemeindevertreter entscheiden

Hönows Ortsvorsteher Christian Klahr sprach sich für eine Unterstützung  des Projekts aus. Die Halle an dem Standort sei "sinnvoll und notwendig für Alt und Jung, und wir brauchen sie bald", formulierte er. Auch andere Ausschussmitglieder äußerten Einverständnis. In einer der nächsten Sitzungen der Gemeindevertretung soll über die kommunale Unterstützung für das Projekt entschieden werden.

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