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Auszeichnung
Wirtschaftsförderpreis 2019 auf Schloss Ribbeck verliehen

Die Gewinner des Wirtschaftsförderpreises und des Jugendförderpreises 2019 des Landkreises Havelland auf Schloss Ribbeck.
Die Gewinner des Wirtschaftsförderpreises und des Jugendförderpreises 2019 des Landkreises Havelland auf Schloss Ribbeck. © Foto: Silvia Passow
Silvia Passow / 11.10.2019, 10:40 Uhr
Ribbeck Neben einer Urkunde erhielt jeder Gewinner des Wirtschaftspreises und des Jugendpreises ein Preisgeld von 1.000 Euro. Am Mittwoch wurden die Preisträger auf Schloss Ribbeck ausgezeichnet. In fünf unterschiedlichen Kategorien verlieh der Landkreis Havelland den Preis. Zum inzwischen 10. Mal wurde gleichzeitig auch der Jugendförderpreis verliehen.

Den Preis in der Kategorie Unternehmen mit mehr als fünfzig Beschäftigten erhielt die IKV-Innovative Kunststoffveredlungs GmbH aus Premnitz. Das 2009 gegründete Unternehmen stellt u.a. Farb-Granulat her. Den Preis erhielt das Unternehmen für die Schaffung und Sicherung attraktiver Arbeitsplätze in der Region, welche zur Standortattraktivität beitragen, so Landrat Roger Lewandowski (CDU) in seiner Laudatio. Ebenso solle damit das gesellschaftliche Engagement des Unternehmens gewürdigt werden.

In der Kategorie Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten gewann Cordula Schmude, Unternehmerin aus Nauen, mit der Störk GmbH. 2003 begann die Erfolgsgeschichte des Unternehmens, das inzwischen über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt ist. Bei Störk dreht sich alles um Rindenmulch und Erden. "Aus der Natur, für die Natur" ist dabei Schmudes Firmenmotto. Für den Erfolg eines nachhaltigen Unternehmens und Schmudes Einsatz für die Gesellschaft, auch Störk unterstützt Projekte zum Gemeinwohl, erhielt das Unternehmen den Wirtschaftsförderpreis 2019.

In der Rubrik Landwirtschaft holte Maria Mundry mit ihrem Unternehmen Schwarze Kuh den Wirtschaftsförderpreis. Mundry habe mit ihrem Unternehmen Tierhaltung transparent gemacht und hole damit das Vertrauen des Verbrauchers in die Landwirtschaft zurück, hieß es in ihrer Laudatio. Das Fleisch von der havelländischen Weide kann bei hier im sogenannten "Rinderleasing" erworben werden.

Die Preisträgerin für Innovation und Gründung war von der Stadt Falkensee vorgeschlagen worden und dort führt sie auch ihr Unternehmen, will es sogar noch ausbauen. Im Cafè Maiko kann man seit einigen Monaten vegane Kost genießen. Maia Kubish setzt hier auf Nachhaltigkeit und plant als nächstes Projekt einen Unverpackt-Laden. Mit ihrer Maia-Tea-Kubish GmbH Falkensee erhielt sie den Wirtschaftsförderpreis 2019.

Der Preis aus dem Ressort Tourismus ging an einen Verein, der bereits seit 1990 unermüdlich aktiv ist. Der Otto-Lilienthal-Verein Stölln wurde für sein langjähriges Engagement um das Andenken von Otto Lilienthal mit dem Wirtschaftsförderpreis ausgezeichnet. Museum, Gedenkstätte, Tradition, Moderne, Mythos und nicht zuletzt die Iljuschin (IL) 62, das Flugzeug wird liebevoll Lady Agnes genannt, locken jedes Jahr tausende Besucher nach Stölln und zum Gollenberg.

Bereits zum 10. Mal wurde auch der Jugendförderpreis auf Schloss Ribbeck verliehen. Diverse Schulprojekte und das Jugendforum Falkensee hatten sich um den Preis beworben. Bekommen hat ihn die Schülerfirma JoWoGo des Goethe-Gymnasiums in Nauen. Die Schüler verkaufen trendige und ökologisch nachhaltige Produkte rund um den Schulbedarf. Die Produkte tragen allesamt das Schullogo. Besonders beeindruckt hatte die Jury, dass die Schüler Kontakt zur Technischen Hochschule in Wildau aufnahmen, um im 3-D-Druck-Verfahren Artikel herstellen zu können. Auch die Vermarktung der Produkte begeisterte die Jury.

Die Wirtschaft im Kreis stärken, das soll auch der Wirtschaftsförderpreis. Die wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis beschreibt Landrat Lewandowski als positiv, ganz besonders mit Blick auf das vergangene Jahr. Bisher sieht er keine Anzeichen für eine wirtschaftliche Eintrübung im Kreis. Er hebt die Entwicklung am Bahn-Technologie-Campus heraus, die wirtschaftlichen Unternehmen der Städte Premnitz und Rathenow, welche die Standorte stärken. Das Güterverkehrszentrum in Wustermark sei vollständig vermarktet, sagt er. Lewandowski wirbt für ein moderates Wachstum in der Region. Und er merkt an, dass: "das Havelland bei den Durchschnittslöhnen nicht ganz vorn liegt."

Weiterhin klagen viele Unternehmen über einen Mangel an Fachkräften. Und zunehmend fehlten auch Kräfte für einfache Hilfstätigkeiten, so der Landrat. Unternehmen müssten fair und gut bezahlen und flexible Arbeitszeitmodelle anbieten, sagt er weiter. Mit 4.271 Arbeitslosen im September fiel die Arbeitslosenquote im Kreis unter 5 Prozent. (4,9 Prozent). Vor einem Jahr lag sie bei 5,2 Prozent. Viele Arbeitsplätze bieten kleinere Unternehmen. Laut dem Landrat arbeiten 90 Prozent der Arbeitnehmer in Betrieben mit weniger als 10 Mitarbeitern.

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