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Kirchen
Evangelischer Pfarrer hilft Jüdischer Gemeinde

Friedemann Humburg
Friedemann Humburg © Foto: Klaus D. Grote
Klaus D. Grote / 12.10.2019, 07:00 Uhr
Oranienburg (MOZ) Friedemann Humburg (Foto: Grote), Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Oranienburg, unterstützt die Idee, eines Neubaus für die Jüdische Gemeinde "Wiedergeburt" am historischen Ort. "Wir müssen ein Zeichen für das Zusammenleben setzen", sagte Humburg. Er wolle sich innerhalb seiner Gemeinde und bei Amtsträgern für eine Unterstützung der Jüdischen Gemeinde einsetzen. Wie berichtet, ist die seit bald 20 Jahren bestehende Gemeinde seit mehr als zwei Jahren lediglich in provisorischen Räumen untergebracht. Die städtische Woba hatte 2017 einen leer stehenden Laden zur Verfügung gestellt, weil das frühere Gemeindegebäude wegen Baufälligkeit unnutzbar wurde.

Das Bethaus der früheren Gemeinde befand sich einst in der Havelstraße. In der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 wurde es von Nazis geschändet und während eines Bombenangriffs auf Oranienburg zerstört. Seit 1988 befindet sich an der Stelle eine Gedenktafel.

Die Kreisverwaltung plant auf dem Grundstück zwischen Berliner Straße und Nehringstraße einen Erweiterungsbau und nutzt dafür auch ein früheres städtisches Grundstück. "Es wäre toll, dort auch Räume für die Jüdische Gemeinde mit zu planen. Die Idee hat mich berührt", sagte Humburg. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte nach dem Terroranschlag eines rechtsextremistischen Täters in Halle gesagt: "Wir sind froh über jede Synagoge, über jede jüdische Gemeinde und über alles jüdische Leben in unserem Land."

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