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Ungarns Botschafter berichtete in der Anna-Ditzen-Bibliothek über aktuelle Politik und Historisches.

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Insider bietet Fakten und Hintergründe zu Ungarn

"Neuenhagener Begegnung": Ungarns Botschafter Péter Györkös (l.) mit Raymund Stolze in der Bibliothek
"Neuenhagener Begegnung": Ungarns Botschafter Péter Györkös (l.) mit Raymund Stolze in der Bibliothek © Foto: Gerd Markert
Uwe Spranger / 12.10.2019, 07:00 Uhr
Neuenhagen (MOZ) Als "hochinteressant" stufte Neuenhagens Bürgermeister Ansgar Scharnke die vierte Veranstaltung der Reihe "Neuenhagener Begegnungen" am Donnerstagabend in der Anna-Ditzen-Bibliothek im Bürgerhaus ein. Gesprächspartner in der von Raymund Stolze vom Hönower Bürgerverein moderierten Runde war  diesmal Dr. Péter Györkös,  außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter von Ungarn in der Bundesrepublik. Man habe gemerkt, dass er berufsbedingt "sehr nah dran am aktuellen Geschehen" sei, sowohl innerhalb der Europäischen Union als auch, was die Beziehungen zum Nato-Partner Türkei angehe, so Scharnke.

Der Diplomat habe es verstanden, den Gästen die Politik seines Landes nachvollziehbar zu vermitteln, unter anderem, was den Schutz der Grenzen angehe, bescheinigte Bibliotheksleiterin Stefanie Reich. Er habe dabei Charme und durchaus auch Entertainerqualitäten bewiesen, so dass es zwar ein langer, aber kurzweiliger Abend geworden sei, resümierte sie.

Neben der aktuellen Politik spielten natürlich auch die Geschehnisse vor 30 Jahren eine Rolle. Györkös’ Land war bekanntlich Ende der 1980er-Jahre maßgeblich daran beteiligt,  dass in Europa der "Eiserne Vorhang" fiel. Der Botschafter berichtete, dass es damals im Vorfeld der Grenzöffnung zu Österreich die Zusicherung aus Moskau gegeben habe, dass man nicht eingreifen werde.

Vornehmlich älteres Publikum

Stefanie Reich zeigte sich etwas enttäuscht, dass vornehmlich ältere Zuhörer gekommen waren. Im Vorfeld habe es durchaus auch Interesse von Jüngeren gegeben. Ziel der Reihe sei ja auch, dass man mit normalen Leuten abseits von Parteien ins Gespräch komme. Und der Bürgermeister hätte sich insgesamt noch etwas mehr Publikum als die rund zwei Dutzend Zuhörer gewünscht, wenngleich das Format ja im kleineren Rahmen angelegt sei.

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