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Hohe Kosten in der Anschaffung
Märkische Kommunen setzen verstärkt auf E-Mobilität

Ein Elektrofahrzeug vom Typ BMW i3 wird  aufgeladen.
Ein Elektrofahrzeug vom Typ BMW i3 wird aufgeladen. © Foto: Patrick Pleul/dpa/ZB
bb / 12.10.2019, 09:45 Uhr
Potsdam In Brandenburgs Kommunen kommen immer mehr Elektrofahrzeuge zum Einsatz.

Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Derzeit besitzt die Stadt vier Elektroautos, zwei weitere werden derzeit beschafft, ebenso ein Hybridfahrzeug", sagte zum Beispiel der Sprecher der Stadt Eberswalde (Barnim), Johan Bodnar. Auch der komplette Fuhrpark des Zoos werde auf E-Fahrzeuge umgestellt. "Zusätzlich können Mitarbeiter der Stadtverwaltung auf vier E-Fahrräder zurückgreifen", so der Sprecher.

Bei den kommunalen Dienstleistern der Stadt Cottbus sind derzeit drei E-Autos und zwölf E-Fahrräder im Einsatz, wie Stadtsprecherin Madeleine Henning-Waniek berichtet. Bei der Kreisverwaltung Ostprignitz-Ruppin gibt es zwei Elektroautos. "Ab Januar 2020 wird ein weiteres Elektrofahrzeug für Fahrten des Landrates und der Behördenleitung hinzukommen", kündigt Kreissprecher Alexander von Uleniecki an.

Entsprechende E-Mobilitätskonzepte sind auch in Frankfurt(Oder) in Planung, heißt es aus dem Rathaus. Dort seien bisher bei den Stadtwerken Erdgasautos im Einsatz, die wesentlich weniger Kohlenstoffdioxid (Co2) ausstoßen würden, als herkömmliche Benziner. "Die Motivation besteht darin, den CO2-Fußabdruck weiter zu verringern und darüber die Erreichung der Klimaschutzziele der Stadt zu unterstützen", sagt Stadtsprecher Uwe Meier.

Neben den Verwaltungen setzen auch kommunale Nahverkehrsgesellschaften Elektrofahrzeuge ein. So betreibt die Busgesellschaft des Landkreises Barnim in Eberswalde zwölf Oberleitungsbusse. "Zusätzlich stehen im Stadtgebiet noch 13 E-Autos der Initiative BarShare des Landkreises zur Verfügung", sagte Bodnar. Geplant sei die Anschaffung von zwei weiteren Fahrzeugen sowie der Ausbau von Standorten für E-Lastenräder.

Die Zahl nimmt laut dem Sprecher stetig zu, was auf Maßnahmen des 2013 erarbeiteten Klimaschutzkonzepts und des 2015 beschlossenen Aktionsplans Elektromobilität zurückgehe. "Eberswalde hat sich schon frühzeitig mit dem Thema auseinandergesetzt, was auch die Errichtung von öffentlicher Ladeinfrastruktur für E-PKW mit kostenlosem Tanken in 2016 belegt", betont der Stadtsprecher.

Allerdings scheitert der rasche Aufbau einer E-Fahrzeug-Flotte häufig an der mangelnden Infrastruktur. So wurden laut Madeleine Henning-Waniek im Cottbuser Nahverkehr E-Omnibusse getestet. Ihr Einsatz sei aber nicht praktikabel. "Der Hauptgrund dafür liegt in der zu geringen Reichweite und der langen Ladezeit", erklärt sie. Daher erprobe die kommunale Verkehrsgesellschaft nun den Brennstoffzellenantrieb auf Basis von Wasserstoff.

Nachteile der Elektromobilität werden in Ostprignitz-Ruppin gesehen, weil die Ladeinfrastruktur erst noch im Aufbau ist. "Immerhin geht es bei den Ladestationen im Landkreis weiter voran", sagt Alexander von Uleniecki. Jüngst seien in Neuruppin auf dem Gelände der Ruppiner Kliniken zwei weitere Ladesäulen in Betrieb genommen worden.

Ein weiteres Problem sind die als zu hoch kritisierten Anschaffungs- und Leasingkosten der Fahrzeuge. "Fördergelder können eine sinnvolle Überbrückung sein, um die zunächst hohen Investitionskosten zu kompensieren", sagt Madeleine Henning-Waniek. Und auch Alexander von Uleniecki kündigt an: "Sollten künftig entsprechende Förderungen für die hohen Mehrkosten gewährt werden, wird die Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft in den kommenden Jahren sieben Elektrobusse anschaffen."

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