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Der ehemalige Jockey Adrian Lange betreut an Renntagen in Hoppegarten die Gastpferde. Auch zum Saisonabschluss.

Galopprennbahn
Jockey kehrt zurück in die alte Heimat

Betreut Gastpferde in Hoppegarten: Adrian Lange (r.), hier mit Trainer Uwe Stech
Betreut Gastpferde in Hoppegarten: Adrian Lange (r.), hier mit Trainer Uwe Stech © Foto: Frank Sorge
Jens Sorge / 12.10.2019, 10:00 Uhr
Hoppegarten (Freier Autor) Auf der Galopprennbahn Hoppegarten steigt am Sonntag ab 11.25 Uhr (Einlass 10 Uhr) das Saisonfinale. Noch einmal steht guter Sport mit dem fünften heimischen Rennen der Europa-Gruppe im Blickpunkt. Das "Silberne Pferd" über Steherdistanz von 3000 Metern wird zum zweiten Male nach 1944 wieder in Hoppegarten ausgetragen. Dabei handelt es sich um das älteste namhafte Berliner Galopprennen. Es wurde vom preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm ins Leben gerufen und am 19. Juni 1832 auf der Rennbahn in Tempelhof erstmals entschieden.

Wie stets reisen auch zum letzten der elf Renntage der Saison zahlreiche Gastpferde an. Um diese kümmert sich Adrian Lange, weist den Begleitern die Unterkunft ihrer Pferde zu, stellt die Verbindung zum Tierarzt oder Schmied her und ist in allen Belangen rund um die Gastpferde Ansprechpartner für die Trainer und Pfleger. "Ich bin einen Tag vor den Rennen und am Renntag hier. Dann geht es wieder nach Hause zu meinem Job im Gestüt Röttgen", so Adrian Lange.

Der gebürtige Berliner übt eine der wichtigen Funktionen rund um einen Renntag aus, ist zuverlässig und weiß in der Turfszene bestens Bescheid. Schließlich hat er in Hoppegarten seine Ausbildung zum Rennreiter absolviert. Und dem Rennsport bis heute die Treue gehalten. Er kommt extra für seine Wochenend-Aufgaben aus Köln. Das erste Jahr dieser Tätigkeit liegt in wenigen Tagen hinter Adrian Lange.

Seit 40 Jahren dreht sich bei ihm alles um den Galopprennsport. Von 1979 bis 1981 ging er bei Trainer Rudi Lehmann auf dem "Holländer" in Neuenhagen in die Lehre.  Stationen bei den Trainern Erwin Gebhardt, Heinz Schäfke und Gert Niemann folgten. "Für diesen konnte ich mein erstes Rennen gewinnen," verweist der 56-Jährige auf den erfolgreichen Start seiner Laufbahn im Rennsattel. Insgesamt brachte er es auf 18 Siege in Flach- und fünf in Hürdenrennen.

Im Winter nach Dubai

Als sich auch für Adrian Lange das "Tor zu weiten Welt" öffnete, erfolgte 1990 der Wechsel von Hoppegarten nach Krefeld zu Trainerin Erika Mäder, die ebenfalls in Hoppegarten beruflich zum Rennsport gefunden hatte. Viele Jahre zog es Lange den Winter über nach Dubai. Er arbeitete im Rennstall von Sheikh Hamdan al Maktoum, bereitete Jährlinge vor und war in der Startboxen-Mannschaft, der er auch auf den Rennbahnen in Nordrhein-Westfalen und Hamburg angehört.

"Vier Sommer war ich in Norwegen für den Jockey-Club aktiv," denkt der umtriebige, aufgeschlossene Ex-Rennreiter an ein anderes Tätigkeitsfeld zurück.  "Da musste ich sogar einmal Ende April noch Schnee schieben."

Sein bewegtes berufliches Leben rund um die Pferde ist seit 2019 in Hoppegarten um eine Nuance reicher. Kurios: Jetzt gibt es auch ein zweijähriges Rennpferd namens Adrian.

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