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SPD-Vorsitz
Ministerpräsident Woidke sieht Partei mit Spitzen-Suche gestärkt

Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg
Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg © Foto: Fabian Sommer/dpa
dpa / 13.10.2019, 08:05 Uhr
Potsdam (dpa) Die SPD geht nach Ansicht von Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke gestärkt aus der Suche für die neue Parteispitze hervor.

"Ich freue mich, dass tausende Parteimitglieder an den vielen Vorstellungsrunden der Kandidaten-Duos teilgenommen haben. Dieser Prozess motiviert", sagte der SPD-Landesvorsitzende der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist gelebte Beteiligung und macht mir Mut. Er zeigt, dass die Mitglieder der SPD eine starke, nach innen und außen wirkende Führung haben wollen und sie den Auswahlprozess sehr ernst nehmen. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass der Prozess die SPD stärker machen wird."

Die verbliebenen sechs Kandidatenduos aus je einer Frau und einem Mann beendeten am Samstag in München das Casting bei insgesamt 23 Regionalkonferenzen. Die neue SPD-Spitze, die nach dem Rücktritt von Parteichefin Andrea Nahles notwendig wurde, wird bei einer Mitgliederbefragung im Oktober bestimmt. Die Mitglieder konnten sich bei der Tour der Teams einen persönlichen Eindruck von den Kandidaten machen. Brandenburgs SPD-Landeschef Woidke geht davon aus, dass die künftige Parteispitze genug Rückhalt bekommen wird: "Ich bin sicher, dass die Mitglieder die neue Führungsspitze unterstützen werden - eben weil sie in einem basisdemokratischen Prozess zustande kommt."

Diese Bewerberduos sind angetreten: Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Klara Geywitz, bisher Brandenburger Landtagsabgeordnete; Ex-NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans und die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken; Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius und Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping; die Vorsitzende der SPD-Grundwertekommission, Gesine Schwan, und Parteivize Ralf Stegner; Europa-Staatsminister Michael Roth und Ex-NRW-Familienministerin Christina Kampmann sowie die Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach und Nina Scheer. Die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis und Verdi-Chefökonom Dierk Hirschel zogen sich am Samstag kurz vor Schluss aus dem Wettstreit zurück.

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