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Keramischer Ausnahmezustand in Rheinsberg

Treffpunkt: Der 25. Töpfermarkt in Rheinsberg lockte 2019 mehrere tausend Besucher an. Viele nutzten die Chance, mit den Künstlern und Handwerkern ins Gespräch zu kommen.
Treffpunkt: Der 25. Töpfermarkt in Rheinsberg lockte 2019 mehrere tausend Besucher an. Viele nutzten die Chance, mit den Künstlern und Handwerkern ins Gespräch zu kommen. © Foto: Jürgen Rammelt
Jürgen Rammelt / 13.10.2019, 22:57 Uhr - Aktualisiert 14.10.2019, 11:19
Rheinsberg (MOZ) Wer am Wochenende in Rheinsberg einen Parkplatz suchte, der hatte es schwer. Im Zentrum der Stadt ging an den beiden Tagen ab Mittag gar nichts mehr. "Rheinsberg befindet sich im keramischen Ausnahmezustand". So bezeichnete  Robert Franck, der Cheforganisator des nunmehr 25. Töpfermarktes, das  bunte Treiben am Sonnabend und Sonntag in der Innenstadt.

Auf dem Triangel- und dem Kirchplatz sowie in der Schlossstraße  stellten zwei Tage lang 95 Kunstkeramiker aus ganz Deutschland, aber auch aus Frankreich, den Niederlanden und aus Ungarn, ihre kunstvollen Waren aus.  Das Interesse, in Rheinsberg ausstellen zu dürfen, war riesengroß:  "Auch diesmal hatten sich über 170  Aussteller für den Töpfermarkt beworben", berichtet Franck.  "Die Auswahl, die eine Jury treffen musste, ist jedes Jahr schwer."

Der Vorsitzende des Heimatvereins hatte gemeinsam mit den Mitarbeitern des Vereins und den Mitgliedern des Fördervereins Keramik  die Traditionsveranstaltung vorbereitet. Von Vorteil war, dass das Wetter mitspielte. Petrus zeigte sich von seiner besten Seite und die Besucher kamen aus allen Himmelsrichtungen.

Tausende Besucher strömten am Wochenende nach Rheinsberg, um die Keramiken und Töpferwaren von 95 Ausstellern aus ganz Deutschland und Europa in Augenschein zu nehmen.
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25.Töpfermarkt in Rheinsberg

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So war auch der Ansturm auf die Stände riesengroß. Bereits kurz nach der Eröffnung des Marktes durch den Rheinsberger Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) und den Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinden Rheinsberg und Menz drängelten sich die Besucher von Stand zu Stand, um einen Blick auf die zur Schau gestellten Töpferwaren zu werfen. Gegen Mittag wurde es besonders schlimm. "So etwas habe ich noch nicht erlebt", freute sich Franck, der als Moderator der Veranstaltung jede Menge zu erzählen wusste. Mehrfach über den Tag informierte er, was die Besucher alles  neben dem Markt in der Stadt erleben können. So konnten die Produktionsstätten der beiden Keramikbetriebe besichtigt werden, es gab Vorführungen und Ausstellungen.

Die Besucher schauten und staunten nicht nur. Der eine oder andere kaufte auch ein Stück. Die meisten Aussteller zeigten sich zufrieden und die einhellige Meinung war, dass Rheinsberg immer eine Reise wert ist. Vor allem die Organisation wurde von den Händlern gelobt. Das Angebot an Keramik war gewaltig. Bei der Auswahl der Aussteller achten die Organisatoren vor allem darauf, dass ein möglichst vielseitiges Angebot vorhanden ist. So reichte die Palette von Gebrauchsgeschirr, über unterschiedliche Tonwaren bis hin zur Garten- und Kunstkeramik. Aber auch  Schmuck, Tassen, Becher, Kannen, Krüge, Schalen und Vasen gab es zu bestaunen und zu kaufen. Es war ein grandioses Farben- und Formenspiel, das die Besucher des Marktes erleben konnten.

Preisverleihung als Höhepunkt

Zu den Höhepunkten des Töpfermarktes gehörte auch in diesem Jahr die Verleihung des Keramik-Preises der Stadt Rheinsberg. Unter dem Fontane-Thema "Ein weites Feld" hatten 42 Keramiker kunstvolle Objekte geschaffen. Eine Jury befand über die Preisträger. Die Auszeichnung erfolgte am  Sonnabend im Rahmen einer Veranstaltung, zu der die Organisatoren alle Aussteller in die Produktionsstätte der Carsten-Keramik eingeladen hatten.

Für Robert Franck war das beständige Wetter vom Wochenende dafür ausschlaggebend, dass besonders viele Gäste den Jubiläums-Töpfermarkt einen Besuch abstatteten. "Die meisten Händler sind überaus zufrieden", zog der Organisator ein erstes Resümee.

Nach ersten Schätzungen waren bereits am Sonnabend rund  15 000 Besucher auf den Markt nach Rheinsberg gekommen.

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