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Schinkelpreis
Zwischen Schinkel und Fontane eine Brücke geschlagen

Ulrike Gawande / 14.10.2019, 10:27 Uhr
Krangen (MOZ) Überrascht sei sie gewesen, als sie erfahren habe, dass sie Preisträgerin des Schinkelpreises 2019 sei, verrät Prof. Dr. Heike Gfrereis, die für ihr Konzept zur Leitausstellung zum Fontanejahr geehrt wurde. Die Auszeichnung fand am Sonnabend beim 28. Schinkeltag in der Dorfkirche Krangen statt. Doch was hat Fontane mit Schinkel zu tun?

Die erste Begründung lieferte Neuruppins Bürgermeister Jens-Pter Golde (Pro Ruppin) in seinem Grußwort. Beide Männer seien Söhne der Stadt. Und mit der Preisverleihung an Gfrereis in der Schinkelkirche Krangen, dessen Förderverein 2018 Preisträger war, schließe sich der Kreis, so Golde. So kümmere sich die Schinkel-Gesellschaft darum, dass der Baumeister in der Gegenwart präsent sei, sagte Golde, und die Kuratorin der Fontane-Ausstellung lasse die Besucher Teil der Ausstellung werden. "Es wird eine Brücke zwischen den großen Söhnen Neuruppins geschlagen." Prof. Hartmut Stechow, Vorsitzender der Schinkel-Gesellschaft, ließ die Gäste an einem humorvollen, fiktiven Zwiegespräch zwischen Fontane und Schinkel teilhaben, die gemeinsam die Ausstellung von Gfrereis besichtigen. Während der eine nur die Konstruktion der Räume sah, suchte der andere den Menschen darin. Es sei ein Dialog der Bedeutungsebenen, fasste Stechow zusammen. "Die Ausstellung ist eine Bühne, auf der der Besucher Teil des Geschehens wird." Überall sei die geistige Nähe zur Architektur zu spüren, schloss er. Die Laudatio auf die Preisträgerin hielt dann der Architekt Prof. Alexander Schwarz, der über die Zusammenhänge von Sprache und Räumen, Raumerlebnisse, philosophierte.

Passend dazu berichtete die Literaturwissenschaftlerin Heike Gfrereis, dass sie sogar zwei Jahre in einem Architekturbüro gearbeitet habe. Sie habe ein intuitives Gespür für Räume. Mit Neuruppin verbinde sie Fontane und Schinkel, denn parallel zur Ausstellung habe sie mit dem Architekten Kurt W. Forster an einem Buch über Schinkel gearbeitet.

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