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Brandenburger Modellbahntage
Mit der Eisenbahn durch in ideenreiche Miniaturwelten

Franziska Schober / 14.10.2019, 12:45 Uhr
Brandenburg an der Havel Eisenbahnen durchqueren dichte Wälder, hohe Berglandschaften, idyllische Bauernhöfe und aufregendes Stadttreiben – und das alles binnen weniger Minuten, weil in Miniaturformat.

Diverse Vereine und Privatpersonen fanden sich von Donnerstag bis Sonntag zu den Brandenburger Modellbahntagen in der Johanniskirche erneut zusammen und führten genau solche originellen Schöpfungen vor. "Wir möchten an diesem Wochenende unser Hobby einem breiten Publikum präsentieren und mit Vereinen über die Stadtgrenzen hinaus zusammen arbeiten", erklärt Henry Drescher, Vorstandsvorsitzender des Brandenburger Modellbahn-Freunde e.V.

Ob Spurgröße N, TT, H0 oder LGB – genau diese Feinheiten galt es für die Besucher auf den Modellbahntagen zu begutachten. "Es ist interessant, sich einmal die Dimensionen einzelner Anlagen vor Augen zu führen. Unsere ausgestellte LGB Bahn umfasst eine Fläche von 60qm. Hier in der Johanniskirche mit ihren 450qm Fläche sieht sie gar nicht so groß aus, aber stellt man sich die Anlage für die eigene Wohnung vor, wird einem das Ausmaß bewusst", beschreibt Henry Drescher.

Auch eine Bahn komplett aus Legosteinen und Spielbahnen zum Mitmachen für die kleinen Eisenbahnfans wurden geboten. Denn für viele Vereine wird es immer wichtiger, sich frühzeitig Nachwuchs zu sichern: "Kinder und Jugendliche auch mal anfassen und selbst steuern zu lassen ist für die Nachwuchsförderung wichtig. Dafür steht unser Verein ganz besonders ein. Immer Freitags laden wir Kita-Gruppen und Schulklassen dazu ein. Generell ist unser 21 Mitglieder starker Verein aber immer offen für neue Mitglieder, die Spaß am gemeinsamen Planen und Bauen haben."

Auch für Petra Meier hat das Erschaffen von Modellbahnen für die Kinder oberste Priorität. "Wir haben uns bewusst für große Knöpfe zum Drücken entschieden und verbinden damit jeweils kleine Aktionen," erzählt sie und demonstriert ihre Liebe zum Detail durch ein entflammendes Lagerfeuer, eine erklingende Drehorgel und einen sich entleerenden Kipplaster. Zusammen mit ihrem Mann Wilfried Meier stellt sie auf den Modellbahntagen eine ideenreiche Welt aus, die zum Teil aus selbst gebastelten Einzelstücken besteht, und sorgt nebenbei für eine rege Beteiligung unter den Minis.

Ganz besonders klein sind auch die atemberaubenden Buddelbahnen von Torsten Gutsche aus Magdeburg. Er bringt ganze Anlagen in Weinballons und Apothekerflaschen kunstvoll unter: "Ein Freund von mir hat einmal eine Eisenbahn anstelle eines Schiffes in einer Flasche drapiert. Da dachte ich mir, das probiere ich mit einer kompletten Anlage!" Und siehe da, mittlerweile investiert er je nach Größe bis zu 400 Stunden für den Bau seiner Unikate und hat bereits diverse Landschaften in die Flasche befördert. "Das Werkzeug passe ich für jede Flasche neu an. Meine längste Zange war 2 Meter lang und zweimal gebogen", erzählt Gutsche, während, er dem Publikum das filigrane Einführen einer Lok in eine Weinkaraffe ein weiteres Mal an diesem Wochenende vorführt.

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