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Mobilfunk
Erste 5G-Station geht in Brandenburg in Betrieb

Kai-Uwe Krakau / 14.10.2019, 14:06 Uhr - Aktualisiert 14.10.2019, 14:47
Bernau (MOZ) Der Mobilfunkanbieter Vodafone hat am Montag seine erste 5G-Station in Brandenburg in Betrieb genommen. Das Netz liefert hohe Internet-Geschwindigkeiten und niedrige sogenannte Latenzzeiten im Millisekunden-Bereich. Diese Echtzeit wird perspektivisch Anwendungen wie beispielsweise selbstfahrende Autos ermöglichen.

„Neue Konzepte für Mobilität, neue Wohn- und Arbeitsformen, eine digital gestützte Gesundheitsversorgung, Onlinedienste der Verwaltung und die Nutzung digitaler Bildungsangebote werden in den kommenden Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen“, sagte Staatssekretär Thomas Kralinski. An erster Stelle müsse dabei stehen, allen Brandenburgern die Nutzung der digitalen Technik weiter flächendeckend zu ermöglichen. „Beim Ausbau der Mobilfunkversorgung haben wir sowohl die flächendeckende LTE-Versorgung, als auch die Einführung der nächsten Mobilfunkgeneration 5G fest im Blick“, betonte der Digitalkoordinator für Brandenburg.

Chancen für die Wirtschaft

Die stellvertretende Bürgermeisterin von Bernau, Michaela Waigand, freute sich über das Engagement von Vodafone in der Hussitenstadt. „Ein schnelles Internet ist ein wichtiger Faktor bei der Ansiedlung von Unternehmen“, sagte sie. Aber auch bei der Entscheidung, nach Bernau zu ziehen, spiele die Technik für viele Familien eine  nicht zu unterschätzende Rolle. „Wir sind nun nicht mehr nur Tor zum Barnim, sondern auch ein Tor in die Zukunft“, so die Vize-Bürgermeisterin.

Parallel zum Aufbau des 5G-Netzes wird Vodafone auch die aktuelle mobile Breitbandtechnologie LTE (= 4G) in Brandenburg weiter ausbauen. Nach Angaben von Vodafone-Technikchef Gerd von der Osten werden derzeit 96,2, Prozent der brandenburgischen Haushalte erreicht. Zum Jahresende sollen es dann 97 Prozent sein, hieß es. „Die 4G und 5G-Netze werden noch mindestens zehn Jahre nebeneinander bestehen“, erklärte von der Osten. Der Vorteil des neuen Netzes liege vor allem in der Robustheit und Sicherheit. Diese beiden Merkmale würden beispielsweise für Tele-Operationen oder auch das automatische Fahren benötigt.

Vodafone hatte im Juli als erster Telekommunikationskonzern in Deutschland in 20 Städten und Gemeinden erste 5G-Stationen „ans Netz“ gebracht. Darunter waren Großstädte wie Köln, Düsseldorf und München, aber auch kleine Gemeinden in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt. Inzwischen sind weitere Stationen hinzugekommen. Derzeit funken nach Unternehmensangaben 50-Mobilfunk-Masten im 5G-Netz von Vodafone. So hat die Technik auch Einzug ins Fußballstadion von Wolfsburg gehalten. Wer ein 5G-fähiges Handy besitzt, kann so erfahren, wie schnell ein bestimmter Fußballer auf dem Rasen läuft.

Digitale Lösungen

5G steht für Fifth Generation und beszeichnet den neuesten Mobilfunkstandard. Es ist der Nachfolger von 4G (LTE). Insgesamt wird die Mobilfunk-Technologie mit 5G noch leistungsfähiger und ermöglicht dem Anwendern zum Beispiel die Nutzung höherer Freuquenzbereiche und extrem niedriger Latenzzeiten. Dadurch sind digitale Lösungen wie Smart Home, VR-Anwendungen und ressourcenverbrauchende Entertainment-Anwendungen über größere und schnellere Funknetze möglich.

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