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Standortentwicklung
Gewo Zehdenick will neue Wohnungen bauen

Die Platte reicht nicht mehr aus: Die Nachfrage nach Wohnungen steigt auch in Zehdenick. Diesem Umstand möchte die Gewo durch den Bau neuer Wohnungen Rechnung tragen.
Die Platte reicht nicht mehr aus: Die Nachfrage nach Wohnungen steigt auch in Zehdenick. Diesem Umstand möchte die Gewo durch den Bau neuer Wohnungen Rechnung tragen. © Foto: Martin Risken
Martin Risken / 14.10.2019, 21:00 Uhr
Zehdenick (MOZ) Die Zehdenicker Gebäude- und Wohnungswirtschaft (Gewo) will nun auch größer in den Wohnungsbau einsteigen. Nach Angaben von Bürgermeister Bert Kronenberg (parteilos) geht es darum, eine rund fünf Hektar große Fläche zwischen Rudolf-Breitscheid-Straße und Falkenthaler Chaussee perspektivisch zu entwickeln.

Man stehe da aber noch ganz am Anfang der Überlegungen. Dass die Initiative der Gewo zu spät kommt, bestreitet Kronenberg indes: "Sagen wir mal so: Die Gewo kann keine Flächen für den Wohnungsbau bereitstellen, sondern die Gewo hat das Ansinnen Wohnungsbau zu betreiben. Die Flächen soll die Stadt bereitstellen beziehungsweise mit Hilfe der Stadt bereitgestellt werden. Und ich denke wir brauchen neue Flächen und es ist auch nicht zu spät, wir haben ja jetzt Wohnbauflächen in der Pipeline, wie am Triftweg, was ein privates Vorhaben ist", sagte Kronenberg in einem Interview mit dieser Zeitung. Entscheidend sei aber vor allem, dass Baugrundstücke angeboten werden. "Das müssen ja nicht unbedingt städtische sein", wies Kronenberg darauf hin, dass es diverse Bebauungspläne für Eigenheimstandorte bereits gibt. Gleichwohl sei die Nachfrage derzeit höher als das Angebot an verfügbaren Grundstücken.

"Wir müssen weitere Flächen vorbereiten und auf den Markt bringen. Dazu ist die Gewo-Initiative sehr willkommen. Da hat es Vorgespräche gegeben, die Gewo hat dazu die Initiative ergriffen. Jetzt werden wir das aufgreifen und das halt weiterführen", so Kronenberg. Es gehe darum, erst eine Möglichkeit zu schaffen, wie die Grundstücke verfügbar gemacht werden können. "Da sind wir in Vorgesprächen, die aber so im einzelnen nicht in die Presse können. Wir sind da in Gesprächen mit dem Flächeneigentümer. Die Verfügbarkeit muss erst hergestellt werden und danach muss auch eine Beplanung erfolgen mittels eines Bebauungsplanes", führte der Verwaltungschef weiter aus. "Es geht da um etwa fünf Hektar, also eine sehr große Fläche, wo auch mehr entstehen und mehr passieren kann als der Bau von drei, vier Einfamilienhäusern, sondern auch Wohnungsbau sowie sozialer Wohnungsbau. Und das Ganze bedarf natürlich einer Binnenerschließung zwischen Rudolf-Breitscheid-Straße und Falkenthaler Chaussee. Da braucht man sicherlich auch eine rückwärtige Erschließung, ganz einfach, weil man die Fläche städtebaulich entwickeln muss." Der Standort am südlichen Stadtrand sei für Wohnzwecke bestens geeignet. "Ich halte das für eine sehr gute Fläche, weil sie sehr nahe an der Innenstadt liegt und weil die Entfernung zum Bahnhof auch ganz gut ist, was ja für die Zukunft immer wichtiger wird. Ich denke, dass ist eine sehr geeignete Fläche, aber es geht nicht um morgen, sondern braucht ein wenig länger", will Kronenberg noch nicht allzu große Hoffnungen auf eine schnelle Verfügbarkeit wecken.  Und die steigende Nachfrage nach Eigenheimgrundstücken werden in nächster Zeit vornehmlich die privaten Grundstückseigentümer befriedigen können, aber auch einige städtische Grundstücke werden kommendes Jahr ausgeschrieben werden können.

Bestand von mehr als 1 300 Wohnungen

Die kommunale Gebäude- und Wohnungswirtschaft (Gewo) Zehdenick sieht die Bereitstellung von Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten als ihre Hauptaufgabe an.

Gegründet wurde das Unternehmen im Jahre 1958 als Volkseigener Betrieb Kommunale Wohnungsverwaltung Zehdenick.

Zum Bestand des Unternehmens gehören mehr als 1 300 Wohnungen. Betreut werden diese laut einer Imagebroschüre des Unternehmens von sieben Mitarbeitern in der Verwaltung, fünf Betriebshandwerkern und sieben Servicekräften. Fast der gesamte Bestand an Wohnungen ist mittlerweile saniert und modernisiert worden.

Auf vier Standorte verteilen sich die Wohnungen: Sanierter Altbau in der Zehdenicker Innenstadt, modernisierte Wohnblöcke in Zehdenick-Süd, sozialer Wohnungsbau in Zehdenick-Nord und Wohnhäuser in den Ortsteilen der Stadt Zehdenick. An der Falkenthaler Chaussee soll nun perspektivisch ein fünfter Standort hinzukommen.⇥red

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