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Ein großer Haufen Unrat, darunter Sondermüll, wird auch fünf Monate nach seinem Fund im Wald bei Rießen nicht entsorgt.

Umweltfrevel
Müllberg liegt seit mehr als fünf Monaten im Wald

Auch Sondermüll ist darunter: Dieser Müllberg liegt seit mehr als fünf Monaten auf einer Waldlichtung.
Auch Sondermüll ist darunter: Dieser Müllberg liegt seit mehr als fünf Monaten auf einer Waldlichtung. © Foto: Clipsalat Media/Thomas Reinke
Frank Groneberg / 15.10.2019, 10:00 Uhr
Rießen (MOZ) "Das ist eine Riesensauerei", schimpft MOZ-Leser Thomas Reinke. Am Sonnabend ist er mit seiner Frau zum Pilzesammeln unterwegs und entdeckt im Wald zwischen Rießen und Rautenkranz einen großen Haufen mit Sperr-, Haus- und Sondermüll. Er macht Fotos, schickt diese an die zuständige Oberförsterei Siehdichum und die MOZ und informiert die Polizei.

Bußgeldverfahren läuft

"So etwas geht ja wohl gar nicht", sagt Thomas Reinke am Montag wütend am Telefon, "und leider wird so etwas nur als Ordnungswidrigkeit geahndet." Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß: Dieser Müllberg ist kein neuer, er liegt bereits seit dem Frühjahr dort in dem Waldstück, das der Stiftung Stift Neuzelle gehört. Anfang Mai hatte die MOZ darüber berichtet – nach einer Information durch den zuständigen Revierförster Olf Hempel, der damals ebenso wütend war wie Thomas Reinke heute.

Doch warum wurde der Müll noch immer nicht entsorgt? Olf Hempel verweist auf ein laufendes Verfahren bei der Bußgeldstelle. Offenbar ist der mutmaßliche Eigentümer des Unrats – Gegenstände aus einem Bungalow oder einer Gartenlaube – ausfindig gemacht worden. Der Müll könne erst nach Abschluss des Verfahrens beräumt werden, erklärt er. Dazu komme, dass die Forstbehörde keine Kapazitäten zur Beräumung habe. Die Stiftung Stift Neuzelle war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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