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14 Minuten müssen die Kraftfahrer den Schranken in Friedrichswalde warten. Im Mai, heißt es nun, soll die Geduldsprobe enden.

Nervig
Schrankenzeiten in Friedrichswalde erst ab Mai verkürzt

Geduld gefragt: Die Schranke in Friedrichswalde ist unten. Autofahrer müssen nun mitunter lange warten.
Geduld gefragt: Die Schranke in Friedrichswalde ist unten. Autofahrer müssen nun mitunter lange warten. © Foto: Marco Marschall
Marco Marschall / 16.10.2019, 16:19 Uhr - Aktualisiert 16.10.2019, 16:19
Friedrichswalde (MOZ) Das lange Warten an den Bahnschranken in Friedrichswalde hat bald ein Ende – das haben wir schon im Juni geschrieben. Damals hatte das Infrastrukturministerium des Landes mitgeteilt, dass Geld für eine technische Lösung zur Verkürzung der Zeiten zur Verfügung gestellt wird. Zur Erinnerung: seit der Zug zwischen Joachimsthal und Templin wieder rollt, müssen die Schranken an den zwei Bahnübergängen des Dorfes bereits heruntergelassen werden, wenn der Zug sich noch in Milmersdorf befindet, beziehungsweise in Joachimsthal aus anderer Richtung. So ergeben sich Wartezeiten bis zu 15 Minuten, einige sprechen von mehr als 20.

Darüber zeigten sich Bürgermeister Bernhard Ströbele und auch Amtsdirektor Dirk Protzmann verärgert. Vor allem, die Tatsache, dass Fördermittel für eine Behebung zur Verfügung stehen, aber lange nicht abgerufen wurden, sorgte für Unverständnis. Zwar fahren Züge der Niederbarnimer Eisenbahn auf der Verbindung, verantwortlich für Gleise und Anlagen ist aber die Hanseatische Infrastrukturgesell­schaft (HIG).

Wie die Märkische Oderzeitung am Dienstag auf Nachfrage im Amt Joachimsthal erfuhr, liegt dazu nun eine E-Mail der HIG vor. Diese teilt darin mit, dass intern angewiesen wurde, die Förderformalien kurzfristig zu bearbeiten. Die technische Planung des Vorhabens, bei der wohl ein Signal zum Herunterlassen der Schranken näher an den Ort gelegt wird, soll noch im Oktober erfolgen. Mit einer Genehmigung wird im April gerechnet, mit einer Umsetzung im Mai. Dann hat der dreijährige Probebetrieb der Bahnstrecke bereits Halbzeit.

Deutlich teurer wird es im Vergleich zu vorangegangen Schätzungen auch. War zunächst von 60 000 und später von 80 000 Euro die Rede, soll die Maßnahme nun 160 000 Euro kosten. Vom Eigenanteil übernimmt der Landkreis Barnim 15 000 Euro. Die an der Strecke liegenden Kommunen müssen sich nach Information aus Joachimsthal nicht an den Kosten beteiligen.

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