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Zuchtschau
12. Flämingschau der Kaninchenzuchtvereine Golzow und Brück in Ragösen sorgte für viele Auszeichnungen

Bärbel Kraemer / 16.10.2019, 15:20 Uhr
Ragösen Die 12. Flämingschau der Kaninchenzuchtvereine Golzow und Brück lockte am vergangenen Wochenende viele Besucher nach Ragösen.

70 Aussteller präsentierten dort exakt 398 Kaninchen der verschiedensten Rassen und Farbschläge und ließen ihre Tiere von erfahrenen Preisrichtern bewerten. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Neben Landes- und Kreisverbandsehrenpreisen wurden Ehren- und Sonderpreise vergeben sowie Flämingmeister gekürt.

Mit Dietmar Müller, Christian Feuerherdt, Horst Ullmann, Hans-Joachim Naruhn, Felix Schulz, Manfred Hemmerling, Reinhardt Stabrodt, R. Schramm, Andreas Sowieja und Kilian Peisker wurde neun Züchtern die letztgenannte Ehrung zuteil. Mehr noch. Mit Hans-Joachim Naruhn und Manfred Hemmerling waren sogar zwei Züchter darunter, die den Titel sogar zweimal für von ihnen ausgestellte Rassen verliehen bekamen. "Der Flämingpreis wird für jeweils drei Sammlungen einer Rasse vergeben. Eine Sammlung besteht wiederum aus vier Tieren", erklärt Ausstellungsleiter Horst Ullmann und betont, dass diese Ergebnisse das

hohe Niveau der Kaninchenzucht im Fläming widerspiegeln.

Eine Kaninchendame der Rasse Castor-Rexe aus der Zucht des Dahnsdorfers Manfred Hemmerling wurde zudem zum zweiten Mal in Folge zur besten Häsin gekürt. "Das Alttiere so gut abschneiden und zweimal hintereinander gewinnen, dass ist sehr selten", so der 72-Jährige und präsentiert die Superhäsin, die bei den sechs Preisrichtern aus Sachsen-Anhalt Eindruck hinterlassen hat.

Nicht nur wegen ihres Idealgewichts. Ihr Fell ist besonderes dicht und auffallend gezeichnet. Der Bauch ist fast weiß, der Rücken kastanienfarben und von einem fast schwarzen Schleier überzogen. Vollkommen ruhig lässt sich die Kaninchendame auf einem Strohballen präsentieren. "Das muss trainiert werden", erklärt der Züchter aus Dahnsdorf und ergänzt, dass Tiere, die auf Ausstellungen präsentiert und von Preisrichtern begutachtet werden, die nötige Ruhe dafür mitbringen müssen. Deshalb nimmt Hemmerling seine Kaninchen regelmäßig aus dem Stall und verwöhnt seine Schützlinge mit Streicheleinheiten. Bis zu drei Stunden verbringt der 72-Jährige täglich bei seinen 52 Langohren.

Neben der Rasse Castor-Rexe züchtet der pensionierte Lehrer Schwarze Wiener. Er erzählt, früher jedoch Kaninchen der Rasse Helle Großsilber gezüchtet zu haben. Deren Nachwuchs hat schwarzes Fell, das erst nach und nach hell wird. "Meine Enkelkinder waren von den schwarzen Kaninchen so begeistert, dass ich mit den Schwarzen Wienern angefangen habe", erzählt er. Mit Langohren dieser Rasse - die dank Leinsamen- und Sonnenblumenkörnern mit einem unglaublich glänzenden Fell aufwarten können - wurden Hemmerling in der Vergangenheit auch schon Landesmeisterehren zuteil. Für die diesjährige Flämingschau in Ragösen steuerte er 16 Tiere bei.

Stolz waren die erfahrenen Züchter der Vereine aus Golzow und Brück aber auch auf ihren Nachwuchs. Zu ihnen gehört Felix Paul Schulz aus Freienthal. Er wurde mit seinen Großchinchillas Flämingmeister. "Beim füttern und ausmisten hilft mir mein Papa", erzählt der zehnjährige, der von den Langohren fasziniert ist und mit seinem Vater Gergely ein gemeinsames Hobby teilt.

"Der Erfolg ist nicht nur Sache des züchterischen Geschicks, sondern etwas Glück gehört auch dazu. Die Freizeitgestaltung mit Tieren ist ein Hobby, das die gesamte Familie mit einschließt. Es ist wichtig, dass in unserer Zeit, in der das Leben immer mehr durch Technik und Computer bestimmt wird, sich Züchter für den Erhalt der Kaninchenvielfalt einsetzen", betonte Ausstellungsleiter Horst Ullmann.

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