Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Die Gemeinde Marienwerder benennt unverbindlich Vorhaben, die in den kommenden Jahren in den Ortsteilen eine Rolle spielen sollen.

Investitionen
Marienwerder denkt über eine Mensa nach

Blick nach vorn: Die Alte Leesenbrücker Schleuse in Marienwerder gehört zu den Wahrzeichen des Ortes. In einem Entwicklungsplan will die Gemeinde unter Einbindung der Bevölkerung Ziele für die nächsten 20 Jahre festlegen. Der Prozess könnte in einem Jahr beginnen.
Blick nach vorn: Die Alte Leesenbrücker Schleuse in Marienwerder gehört zu den Wahrzeichen des Ortes. In einem Entwicklungsplan will die Gemeinde unter Einbindung der Bevölkerung Ziele für die nächsten 20 Jahre festlegen. Der Prozess könnte in einem Jahr beginnen. © Foto: Sergej Scheibe
Olav Schröder / 17.10.2019, 06:00 Uhr - Aktualisiert 17.10.2019, 06:33
Marienwerder (MOZ) Ein Vorhabenpapier hat die Gemeindevertretung von Marienwerder aufgestellt. Es soll als eine Grundlage für die Gemeindehaushalte in den kommenden Jahren dienen, hat aber einen unverbindlichen Status. Als ein Projekt wird die Errichtung einer Mensa für die Schule und die Kita in Marienwerder genannt. Langfristig soll auch ein Gemeindeentwicklungsplan für 15 bis 20 Jahre aufgestellt werden.

Das Papier wurde in einer Vorhaben-Klausur, an der zehn Gemeindevertreter teilgenommen haben, vorbereitet. Die Klausur soll auf Vorschlag von Bürgermeisterin Annett Klingsporn mindestens einmal im Jahr durchgeführt werden.

Sieben Leitlinien hat Bürgermeisterin Annett Klingsporn unter Berücksichtigung der Wahlprogramme der einzelnen Wählergruppen zusammengestellt. Dazu gehören die Sicherung einer moderat progressiven Bevölkerungsentwicklung sowie die Stabilisierung der Alterspyramide durch die Förderung des Zuzugs von Familien mit Kindern. Die Bestandssicherung der Schule und der beiden Kitas aus eigener Kraft bildet ein weiteres Ziel. Landwirtschaft, Gewerbe- und Tourismus sollen sich moderat und organisch entwickeln. Weitere wichtige Punkte sind die Verbesserung der Nahverkehrsinfrastruktur sowie die Sicherung der ärztlichen Betreuung und der Versorgung für den täglichen Bedarf. Nicht zuletzt geht es um die Gestaltung eines einladenden sozialen Lebens und die Stärkung des Zusammenhalts der Gemeinde. Die Finanzsituation wird als "auskömmlich, aber nicht üppig" bezeichnet.

Auf der Liste von Vorhaben für Marienwerder stehen die Sportplatzinstandsetzung, die Steinfurter Straße, der Akazienweg, die Instandsetzung des Radwegs Treidelweg, eventuell mit Fördermitteln, die Gestaltung des Ortseingangs sowie ab 2022 des Sägewerksgeländes, die Krug-Brücke sowie ein neuer Sportplatz auf dem Schulgelände.

Ausführlicher wird auf die Verbesserung der Raumsituation in der Schule und in der Kita eingegangen. Mit einer Mensa in einem Neubau oder Nebengebäude könnte sich die Situation entspannen. Eine Finanzierung sei über eine 75-prozentige Förderung und durch Eigenmittel aus dem Kreisentwicklungsbudget möglich. Die Kreismittel müssten allerdings schon bis Ende Februar 2020 beantragt werden. Diskutiert wurde aber auch, ob mit der Investition gewartet werden soll, bis der Schulstandort langfristig mit der Gemeinde Wandlitz gesichert ist. Eine abschließende Positionierung gibt es nicht.

Solarprojekt auf der Deponie

Auf der Liste für Sophienstädt stehen die Anlage eines Spazierwegs am Fließ entlang, die Erweiterung des Vereinshauses (Billardverein) und eine neue Holzumrandung für den Spielplatz.

Die Vorhaben für Ruhlsdorf umfassen die Gestaltung des Ortseingangs aus Richtung Prenden, den Spatzenweg (insbesondere Kita-Einfahrt), die Entwicklung der Siedlung Buchtenden, den Brandschutzweg zwischen Klosterfelde und Ruhlsdorf, die Straßenbeleuchtung, gegebenenfalls ein Grundstück für ein neues Feuerwehrdepot und das Solarparkprojekt für die Deponie.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG