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Brustkrebs
Mammo-Mädels werben für Prävention

Mitarbeiter des Versicherungsunternehmens Verti aus Teltow solidarisierten sich am Freitag mit an Brustkrebs erkrankten Frauen und warben für das Mammographie-Screening-Programm.
Mitarbeiter des Versicherungsunternehmens Verti aus Teltow solidarisierten sich am Freitag mit an Brustkrebs erkrankten Frauen und warben für das Mammographie-Screening-Programm. © Foto: Andreas Wendt
Andreas Wendt / 19.10.2019, 11:37 Uhr - Aktualisiert 20.10.2019, 11:59
Teltow (MOZ) Ein Meer in Pink steht am Freitag vor der Kantine des in Teltow (Potsdam-Mittelmark) ansässigen Versicherungsunternehmens Verti am Stand der Mammo-Mädels. Vor allem Mitarbeiterinnen sind dem Aufruf von Gesundheitscoach Julia Neubert gefolgt, um anlässlich des Internationalen Brustkrebstags an diesem Sonnabend auf ungewöhnliche Art eine Krankheit in den Fokus zu stellen, an der nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Deutschland jährlich 17 500 Menschen sterben.

Kommentar unseres Autors: Ein moralisches Angebot: Vorsorge bei Brustkrebs

Viele Verti-Beschäftigte sind in Pink gekleidet oder tragen eine pinke Schleife, um Solidarität mit von Brustkrebs betroffenen Frauen zu zeigen und die Thematik stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Wie im gesamten Mapfre-Konzern, zu dem Verti gehört. "Bei uns im Unternehmen gibt es auch erkrankte Mitarbeiter, die wegen Brustkrebs nicht zur Arbeit kommen können, oder Kollegen, die die Krankheit überstanden haben", sagt Firmensprecherin Melanie Schyja. Als Gesundheitsberaterin Julia Neubert nach einer Radtour mit den Berliner Velonistas in Zehlendorf Informationsmaterial der sogenannten Mammo-Mädels entdeckt, lädt sie die beiden Brustkrebs-Vorsorge-Expertinnen nach Teltow ein.

Corinna Heinrich und Viola Eichholz sind die einzigen Mammo-Mädels, die mit ihrem Stand durch Deutschland touren, aufklären und für Prävention werben. Vom Andrang bei Verti in Teltow sind sie begeistert. Die Angestellten lassen sich vor einer riesigen Pinkschleife fotografieren und posten ihre Bilder später auf Facebook oder Instagram unter dem Hashtag #gibachtaufdich. Corinna Heinrich zufolge sind vor allem Frauen ab 50 gefährdet. Deshalb steht ihnen alle zwei Jahre eine Brustkrebs-Früherkennung zu, die von der gesetzlichen Krankenkasse getragen wird und das Todesrisiko deutlich minimiert. Auch das belegen Zahlen des Robert-Koch-Instituts: Beim Mammographie-Screening werden jährlich knapp 17 000 Karzinome entdeckt – und anschließend behandelt. 81 Prozent davon seien kleiner als 20 Millimeter.

Rund fünf Millionen Frauen werden alljährlich zum Screening-Programm eingeladen, gut die Hälfte nimmt das Vorsorgeangebot auch wahr. Die Mammo-Mädels wollen, dass es noch mehr werden. "Wir klären über die Vor- und Nachteile des Screenings auf", sagt Corinna Heinrich. Nachteile gibt es auch: Eine Übertherapie, Stress durch den noch nicht abgeklärten Befund und die Strahlendosis, der sich die Frauen aussetzen müssen.

Gesundheitscoach Julia Neubert glaubt, mit den Mammo-Mädels wieder einmal das richtige Angebot unterbreitet zu haben.

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