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In der Dorfkirche Schönwalde gedachten die Menschen am Sonnabend der verstorbenen langjährigen Ortsvorsteherin.

Trauer
Weggefährten und Schönwalder nehmen Abschied von Maria Brandt

Bewegend: Blues- und Soul-Sängerin Angelika Weiz umrahmte die Gedenkveranstaltung musikalisch, vor dem Kirchenaltar stand ein Foto von Maria Brandt.
Bewegend: Blues- und Soul-Sängerin Angelika Weiz umrahmte die Gedenkveranstaltung musikalisch, vor dem Kirchenaltar stand ein Foto von Maria Brandt. © Foto: Sergej Scheibe
Kai-Uwe Krakau / 20.10.2019, 17:36 Uhr
Schönwalde (MOZ) In einer bewegenden Trauerfeier haben sich Freunde, Bekannte und Weggefährten am Sonnabend von Maria Brandt verabschiedet. Die langjährige Ortsvorsteherin von Schönwalde war im September überraschend nach schwerer Krankheit gestorben.  Mehr als zwei Jahrzehnte hatte die engagierte Kommunalpolitikerin die Geschicke des Dorfes fest in ihren Händen.

Die Kirche war am Vormittag bis auf den letzten Platz gefüllt, zahlreiche Menschen mussten stehen. Unter den Gästen der Gedenkveranstaltung waren Kommunalpolitiker sowie Vertreter aus den Partnerkommunen und von Vereinen. Aber auch viele  Schönwalder kamen, um ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen. Ein Kondolenzbuch lag aus. Für die Gemeinde Wandlitz bekundeten Bürgermeisterin Jana Radant und Hauptamtsleiterin Gisela Peter sowie weitere Verwaltungsmitarbeiter ihre Anteilnahme. Landrat Daniel Kurth vertrat den Kreis Barnim, begleitet von seinem Vorgänger Bodo Ihrke (beide SPD). Die Feuerwehr Schönwalde stellte eine Ehrenwache.

Mit dem Lied "Amazing Grace" eröffnete die Blues- und Soul-Sängerin Angelika Weiz das Gedenken. Anschließend begrüßte der Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Schönwalde, Arne Warthöfer, die Gäste.

In sehr bewegenden Worten, in denen sie Maria Brandt persönlich ansprach, verabschiedete sich die Vorsitzende der SPD Wandlitz, Assol Urrutia-Grothe, von der langjährigen Kommunalpolitikerin. Sie beschrieb "herrlich schöne Erinnerungen", so zerbrechlich wie das Lachen und Kichern von Maria Brandt. Da war die Szene, als die beiden Sozialdemokraten einige Wahlplakate aufhängen wollten und das nicht so richtig gelang. Zum Schluss hing das Foto von Daniel Kurth etwas schräg. "Aber Maria und mir hat es ein Lächeln auf die Lippen gezaubert und einen wunderschönen Moment der Nähe beschert", so Assol Urrutia-Grothe. Der Optimismus sei der Anker von Maria Brandt gewesen, an dem sich viele gerne festhielten. Was sie tat, machte sie mit Freude und Leidenschaft. "Trotz aller Barrieren und Widrigkeiten hast Du Dich durchgesetzt und wieder Deine Haare gerichtet, die Tasche geschwungen und für Deine Ziele richtig gekämpft", so die SPD-Ortsvorsitzende. "Du hast mich gelehrt, dass es sich lohnt, sich für seine Überzeugung einzusetzen, für andere, selbstlos und entschlossen, dass Niederlagen einen stärken, und Du warst es, die mir gezeigt hat, dass man bei den Ränkespielchen, die einem tagtäglich auferlegt werden, vor allem eins sein kann: Mensch."

Beatles-Song als Ausklang

Zu weiteren Rednern der Gedenkveranstaltung gehörten die langjährige Stellvertreterin Brandts, Ingrid Pranz, und Hanns-Eckard Sternberg. Mit einem gemeinsamen Vaterunser, dem Lied "Let it be" sowie dem Glockenläuten und dem Salutschießen der Schönwalder Schützengilde klang die Trauerfeier aus.

Auf dem leeren Platz von Maria Brandt in der Gemeindevertretung wird in der Sitzung am Donnerstag eine weiße Blume liegen. Das Gremium legt eine Schweigeminute ein.

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