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Apfeltag lockt hunderte Besucher nach Menz

Jürgen Rammelt / 20.10.2019, 21:01 Uhr - Aktualisiert 21.10.2019, 10:01
Menz (MOZ) Apfeltag am Sonnabend in Menz hat trotz einer eher knappen  Apfelernte Hunderte Besucher angelockt. Bereits kurz nach der Eröffnung der Traditionsveranstaltung durch den Leiter des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land, Mario Schrumpf, und den Menzer Pfarrer Mathias Wolf waren die Stände von Besuchern dicht umlagert.

Um 10 Uhr war auch der Abgabetermin für die Teilnehmer des Wettbewerbs um den besten Apfelkuchen. Es ist einer der Höhepunkte des Festes. Seit Jahren wetteifern dabei Hobbybäcker um den schmackhaftesten Apfelkuchen. Und so war auch bei der 16. Auflage dieses außergewöhnlichen Wettbewerbs die Teilnahme ungebrochen. Am Ende hatten 21 Männer und Frauen einen Kuchen in der Regionalwerkstatt abgegeben. Jetzt konnte die Jury ihre Arbeit aufnehmen. Doch bevor es so weit war, galt es erst einmal,  für jeden der  fünf Juroren eine Probe vorzubereiten.

Der 16. Apfeltag am Sonnabend in Menz hat trotz einer eher knappen  Apfelernte hunderte Besucher angelockt.
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Menzer Apfeltag 2019

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Die Verkoster hatten es nicht leicht. Sie mussten sich durch die ganze Kuchenauswahl essen, um die Preisträger zu bestimmen. Mit Andreas Sandek von der Ölmühle Bogenluch in Borgsdorf,  Hans-Jürgen Bartel, dem Vorsitzenden des Dorfvereins Menz, sowie Ingrid Mühle, Linda Lammel und Theodor Fenske, einem Neunjährigen aus dem benachbarten Fürstenberg, hatten die Organisatoren fünf  Jurymitglieder gewinnen können.

Als kurz nach 12 Uhr Naturparkchef Mario Schrumpf dann die Gewinner bekanntgab, war die Überraschung groß. Mit Volker Friedrich und dessen Ehefrau Jutta hatte ein Ehepaar aus Fürstenberg, das bereits in der Vergangenheit am Kuchenwettbewerb teilnahm, die Plätze eins und zwei belegt. Der Gewinner durfte sich über einen Apfelbaum freuen. Auf dem dritten Platz landeten punktgleich Mandy Hochmann aus Großwoltersdorf und Klara Elste aus Seilershof.

Ab 11 Uhr konnten auch in diesem Jahr die vorab reservierten  Apfelbäume des Genressourcenprojekts Streuobst in Empfang genommen  werden. Klaus Bresemann vom Dorfverein Menz, konnte gemeinsam mit Silke Oldorff und weiteren Helfern 130 Bäume in 21 Sorten an die neuen Eigentümer übergeben. Allein zehn Bäume erhielt die Kita "Wiesenwichtel" Linow (OPR) für ihre Streuobstallee.

Zur Verteilung standen hauptsächlich ältere Apfelsorten. Den jungen Bäumen wurde vor Ort gleich der erste  Schnitt verpasst. Einige Tipps für den richtigen Standort und die richtige Pflege der Bäumchen gab es gratis dazu. Allerdings mussten die Empfänger nachweisen, dass sie ausreichend Platz für die Bäume haben und sich um deren Gedeihen kümmern. Laut Schrumpf wurden in den vergangenen 15 Jahren mehr als 2 000 Apfelbäume gepflanzt und somit wurde ein regionaler Beitrag zum Erhalt alter Apfelsorten geleistet.

Traditionell wurden am Apfeltag regionale Produkte, vor allem rund um das Thema Apfel, angeboten. So waren die Frauen vom Früchtezauber Boitzenburg mit Säften, Likören und Fruchtaufstrichen vertreten, ebenso der Apfelhof  Wähnert, der Gutshof Kraatz (Uckermark) und der Kepos-Hof Altglobsow. Es gab Obstgehölze, Stände mit Gemüse und vieles mehr.

Auch konnten im Garten des Naturparkhauses Kinder zusammen mit Thomas Hahn von der Naturwacht Saft mithilfe einer Handpresse aus Äpfeln herstellen. Was fehlte, war diesmal die mobile Apfelpresse der von Arnims. Es gab nur eine Anmeldung, So war die Apfelgräfin allein auf dem Apfeltag mit bekannten und neuen Köstlichkeiten vertreten. Auch für den erkrankten Apfelexperten Jürgen Sinnecker musste Ersatz beschafft werden. Urte Delft und Martin Rech vom Pomologenverein Berlin-Brandenburg hatten spontan die Aufgabe übernommen, bei der Sortenschau und -bestimmung die Besucher zu beraten.

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