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Barnims Landrat übergibt mit Augenzwinkern einen niegelnagelneuen Komplex.

Übergabe
Schulcampus Schwanebeck übergeben

Andrea Linne / 22.10.2019, 07:00 Uhr
Schwanebeck (MOZ) Madame bekam am Festtag Haselnüsse. Die sind etwas Besonderes. Madame ist ein Streifenhörnchen, das im Büro von Schulleiter Manfred Reinicke schon so manchem Schulkind die Angst vor dem Neuen nahm. Alle 700 Schüler der Grund- und Oberschule Schwanebeck hingegen ließen sich Bratwürste schmecken. Der Förderverein hatte die Spendierhosen an. Grund zum Feiern am Montagmorgen gab es allemal: Der Umbau galt offiziell als beendet.

Seit August 2016 herrschte viel Bewegung in Schwanebeck. Erst zogen die Oberschüler in Container, später die jüngsten Grundschüler. Nun ist 37 Monate später fast alles fertig. Insgesamt knapp 13 Millionen Euro investierte der Landkreis Barnim in den Schulstandort.

Politik zum Anfassen

Mit einem Augenzwingern verkündete Barnims Landrat Daniel Kurth gemeinsam mit Panketals Bürgermeister Maximilian Wonke (SPD), er wolle auch ein kleines Programm aufführen. Das fanden die Schüler klasse und applaudierten laut. Dann spielten sich die beiden die Bälle zu, um 500 Grund- und 200 Oberschülern klar zu machen, dass vom Radweg bis zum Schulbus Kommune und Landkreis für alle Schüler bedeutsam sind.

Besonderen Dank richtete Schulleiter Manfred Reinicke, der extra seine Pension um einige Monate verschiebt, an Sven Krenzien, der für den Kreis die Baustelle koordinierte, und Juliane Schleinitz von der Barnimer Schulverwaltung, die für die Ausstattung der Räume verantwortlich zeichnete. Blumen gab es auch für das Architekturbüro Thoma, den technischen Gebäudeausrüster CSZ und die Landschaftsgestalter Hutterreimann. Noch am Freitag waren Zierkirschen auf dem Hof gesetzt worden, weitere Pflanzen folgen nach. Auch eine große Sitzbank fehlt noch auf dem Campus.

Die Klasse 3a hatte sich mit Lehrerin Kathrin Streuber und Mutti Katrin Noack ein fröhliches Programm ausgedacht. Auch weitere Kinder beteiligten sich mit musikalischen Beiträgen. Die gute Stimmung schwappte auf alle Anwesenden über, als zuletzt auf dem Hof symbolische Hammerschläge den Abschluss der Arbeiten besiegelten. Selbstbewusst und farbenfroh präsentierten sich nicht nur die sanierten Gebäude, sondern auch die aufgeregte Schülerschar nach den Herbstferien.

Container bleiben stehen

Dass dennoch noch nicht nur eitel Sonnenschein über dem Schwanebecker Campus strahlt, liegt an den Containern, die zuletzt für Unruhe in Elternschaft und Gemeindevertretung sorgten. Sie sollen zunächst stehen bleiben. "Wir wachsen weiter", sagte Landrat Daniel Kurth. Daher müsse der Landkreis Reserven vorhalten. Gerade Schwanebeck sei sehr nachgefragt und beliebt. "Wir konnten die Container kaufen und haben uns entschieden, sie zunächst stehen zu lassen", machte der Landrat klar. Er trat aber auch Gerüchten entgegen, dass Bernauer Kinder aus der Rollbergschule angekarrt werden würden.

Denn als nächstes Großprojekt ist geplant, diese Bernauer Einrichtung umfassend zu sanieren. Ab August 2020 ist der Landkreis Schulträger, dann beginnen die Planungen. Gebaut wird frühestens 2023. Aus den Erfahrungen des Schwanebecker Großvorhabens sieht der Kreis einen zurückhaltenden Umzugsplan für alle Betroffenen vor. Zunächst, berichtet Torsten Pigorsch, Sachgebietsleiter Gebäudeverwaltung, werde die Grundschule saniert. Ein Abriss des Typs Erfurt erfolge erst, wenn der Neubau steht.

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