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Sietzinger Gotteshaus bekommt sanitäre Anlage und Teeküche zur künftigen Nutzung als multifunktionale Radwegekirche

Sanierung
Alle Biberschwänze drauf: neues Kirchendach leuchtet

Dach gedeckt: Die Bauarbeiten an der Sietzinger Kirche kommen gut voran. Inzwischen wurden alle Biberschwänze befestigt und die Anbauten für WC und Teeküche begonnen.
Dach gedeckt: Die Bauarbeiten an der Sietzinger Kirche kommen gut voran. Inzwischen wurden alle Biberschwänze befestigt und die Anbauten für WC und Teeküche begonnen. © Foto: Ulf Grieger
Ulf Grieger / 23.10.2019, 06:15 Uhr
Sietzing (MOZ) An dem nun hellen Turm haben sich die Sietzinger bereits gewöhnt. "So naturfarben gefällt er uns fast besser", sagt Karl-Heinz Sommerfeld, der den Baufortschritt täglich beobachtet. Ein dunkler Schutzanstrich hatte zuvor dem alten Turm die markante Färbung gegeben.

Alle Biberschwänze drauf

Mit den Fortschritten der Arbeiten sei er sehr zufrieden, so Sommerfeld. Von ihm sagt Sietzings Ortsvorsteherin Ines Zochert-Köhn schon, dass er quasi in der Kirchbaustelle Zuhause sei. Die Firma Dachkomplettbau von Niels Kaidel aus Letschin hat vor kurzem die letzten der Biberschwänze montiert. Sowohl der Turm als auch das Kirchschiff leuchten nun wieder ziegelrot weithin ins Oderbruch. Maurer sind dabei, das Fachwerk auszumauern. Seitlich des Turmes haben die Fundamentarbeiten für die beiden Anbauten für die Sanitärräume und die Teeküche begonnen.

Dort werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Kirche künftig multifunktional genutzt werden kann. Als Radwegekirche ist das mit dem Kulturerbesiegel ausgewiesene Gebäude von 1803 bereits vor den Bauarbeiten Anlaufpunkt für Touristen gewesen. Nun werden dort künftig auch neben den Gottesdiensten Konzerte, Lesungen und Ausstellungen angeboten. Etwas mehr als 600 000 Euro, davon 450 000 Euro Fördermittel aus EU-Programmen, kommen zum Einsatz.

Im Mai war der völlig marode alte Glockenstuhl abgenommen worden. Ende Juli wurde Richtfest gefeiert. Das historische Gestühl der Kirche wurde bereits aufgearbeitet und wird bis zum Einbau sicher verwahrt, informiert Sommerfeld. In Kirchenschiff wird der Fußboden im Bereich der bisherigen Winterkirche, wo künftig der Altar wieder seinen Platz einnimmt, mit neuen Ziegeln gepflastert. Ein Teil der älteren Ziegel soll aber auch wiederverwendet werden.

Ines Zochert-Köhn ist gespannt, ob es während der Fußbodenarbeiten noch zu Überraschungen kommt. "Bisher haben wir keine Schätze entdeckt. Der Dachboden war völlig leer", erzählt sie. Viele Gewerke müssen noch ihre Arbeit machen, ehe das Haus genutzt werden kann. So bekommt die Kirche eine moderne elektrische Anlage, müssen Maler und Tischler noch zum Einsatz kommen. Zu Weihnachten wird die Kirche noch nicht nutzbar sein. Trotzdem soll an der Tradition des Weihnachtskonzertes zum dritten Advent festgehalten werden. "Möglicherweise findet das Konzert dann draußen statt", sagt Sommerfeld.

Bautagebuch im Internet

Geplant ist, dass am 14. Dezember um 16 Uhr auch der Architekt des Bauvorhabens den Sietzingern und ihren Gästen den aktuellen Bautenstand erläutert. "Möglicherweise können wir einen Teil der Veranstaltung auch schon ins Kirchenschiff verlegen", hofft Ines Zochert-Köhn. Die Ortsvorsteherin ist sehr stolz auf das bislang Erreichte und die Arbeit der zumeist einheimischen Handwerker. "Wir haben auf unserer Internetseite  eine Schaustelle-Baustelle eingerichtet, in der wir nahezu täglich über den Baufortschritt informieren", sagt die Sietzingerin.

Mehr Infos online unter: https://fachwerkkirchesietzing.wordpress.com/

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