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Raif Yamann behält die Nerven und rettet Union den Punkt

Nicht aufzuhalten: Raif Yamann, Torschütze für Union Klosterfelde (links), kann von Sachsenhausens Danilo Pressmann nicht aufgehalten werden.
Nicht aufzuhalten: Raif Yamann, Torschütze für Union Klosterfelde (links), kann von Sachsenhausens Danilo Pressmann nicht aufgehalten werden. © Foto: Britta Gallrein
Britta Gallrein / 04.11.2019, 06:00 Uhr
Klosterfelde (MOZ) Eines muss man den Gästen des TuS Sachsenhausen lassen: In puncto Effektivität waren sie in der Partie bei Union Klosterfelde vor allem in der ersten Halbzeit unschlagbar. Denn die Elf von Marc Flohr kam in den ersten 45 Minute genau einmal überhaupt vor das Tor von Union-Schlussmann Dennis Tietz – da war der Ball aber auch drin. Justin Pehl war der Nutznießer, der beim schnellen Konter einen Zuckerpass von Christopher Groll in die Schnittstelle gespielt bekam. Die hoch aufgerückten Klosterfelde kamen nicht so schnell zurück und konnten nur hinterhersehen, wie der Ex-FSV-Bernau-Spieler den Ball an Torwart Tietz vorbei ins Tor zirkelte.

Diese Aktion kurz vor dem Pausenpfiff war überraschend. Denn die erste Halbzeit gehörte bis dato den Hausherren, die konzentriert begonnen hatten. Mit frühem Pressing unterbrachen sie den Spielfluss der  Sachsenhausener – die keinen Weg hindurch fanden. Union-Coach Gerd Pröger ließ offensiv mit einem 3-4-3-System spielen, defensiv rückten die beiden Außen in die Fünferkette ein. Eine Taktik, die aufging. "Das hat Klosterfelde wirklich gut gemacht", musste auch Sachsenhausen-Coach Marc Flohr nach Spielende  zugestehen. Lediglich an der Chancenverwertung haperte es bei Union wieder. Raif Yamann und Felix Klaka hatten gute Möglichkeiten, die sie aber nicht verwerten konnten.

In Halbzeit zwei steigerten sich die Gäste und es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Die TuS-Spieler suchten jetzt öfter den flinken Georg Machut als Anspielstation, der mehr Druck nach vorne erzeugte.

Trocken ins lange Eck

Doch dann bekam Unions Raif Yamann nach einer Klosterfelder Balleroberung im Mittelfeld das Leder vor die Füße und machte es alleine. Mit einem kurzen Haken ließ er TuS-Schlussmann  Stefan Demuth aussteigen und verwandelte trocken ins lange Eck zum 1:1-Ausgleich (63.).

Das Spannendste an der Partie war die Nachspielzeit. Ein Kopfball von Abwehrspieler William Dittrich nach einem Freistoß von Morten Jechow prallte gegen die Latte (90.+1). Die Antwort der Sachsenhausener folgte auf dem Fuße. Nach einem Eckball sprang ein Schuss des eingewechselten Felipe Neves Fraga gegen die Lattenunterkante und von dort aus vor die Torlinie – Riesendusel für die Hausherren.

"In der ersten Halbzeit haben wir kein Mittel gefunden. In der zweiten haben wir etwas die Kompaktheit verloren, dadurch kommt es verdient zum Ausgleich. Am Ende hätte jedes Team 2:1 in Führung gehen können. Über die 90 Minuten gesehen ist das 1:1 für beide Seiten gerecht", so Marc Flohr im Anschluss und auch Union-Coach Gerd Pröger fand, dass die Punkteteilung in Ordnung gehe.

Allerdings macht es das für die Unioner nicht gerade einfacher. Bis zur Winterpause warten vier Partien – alle gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte.

Klosterfelde: Dennis Tietz – Eric Rutzen, William Dittrich, Alexander Rathmann – Dennis Aerts,  Felix Klaka (59. Hares Bosharat), Morten Jechow, Tim Borchert – Steven Nowark (71. Jerome Ehweiner), Lukas Bianchini, Raif Yamann (82. Mamoudou Camara)

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