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Damit Kolpin im nächsten Frühjahr blüht, wurden entlang der Hauptstraße Frühblüher eingesetzt.

Pflanzen gesetzt
Vorfreude auf das Blühen in Kolpin

Elke Lang / 04.11.2019, 06:30 Uhr
Kolpin (MOZ) Eintausend Tulpen und Narzissen und etwa 600 Krokusse haben am Sonnabend in Kolpin ihren Platz in der Erde gefunden. Der Heimat- und Kulturförderverein Kolpin mit seinen 25 Mitgliedern hatte dazu sowie zum Laubharken und Beschneiden sowie Roden von wildwachsendem Buschwerk  aufgerufen. Gekommen waren weit über 50 Teilnehmer, davon zwanzig Jugendliche aus einer Kolpiner Jugendeinrichtung. "Ich bin sehr froh, dass wieder so viele mitmachen.

Aktion zeigt Zusammenhalt

Der Heimatverein war vor zehn Jahren mit dem Vorsitzenden Lothar Schmidt gegründet worden. "Während zu den Putzaktionen im Frühjahr und im Herbst anfangs nur die Mitglieder dabei waren, ist jetzt mindestens die Hälfte des Dorfes beteiligt", weiß Klaudia Kessler, die im Januar den Vorsitz übernommen hatte. Besonders freut sie sich über die Teilnahme des ältesten Mitglieds, die 80-jährige Ingeborg Döbler, welche die Küchenarbeit übernommen hatte.

Das erste Mal wurden beim Herbstputz Blumenzwiebeln gesteckt. "Wir haben eine neue Straße", erläutert die Vorsitzende die Idee, die dahintersteckt, "und die ist sehr schön sauber und ordentlich, aber sie lebt nicht, ist einfach nur grau." Dass diesmal besonders viele Bewohner der Aufforderung gefolgt sind, liege "an der Vorfreude auf das Blühen im nächsten Jahr", vermutet sie. Von den Krokussen durfte anschließend jeder eine Handvoll für seinen Vorgarten mitnehmen. Die Blumenzwiebeln hat Gärtner Oliver Schmidt aus Reichenwalde ausgesucht. Die Tulpen sind nur die klassischen einfachen Züchtungen in Rot und Gelb, von denen eine längere Haltbarkeit und die Fähigkeit zu Verwildern erhofft wird. Bei den Narzissen wurden insektenfreundliche großblumige gewählt. Ausgebracht wurden die Zwiebeln an sieben Pflanzstellen: an beiden Dorfeingängen und dann so verteilt, dass Sichtachsen entstehen. Auch am Friedhof, am Kriegerdenkmal und auf dem Hochbeet werden welche erblühen.

Finanziert hat das der Heimatverein aus Erlösen und Spenden vom Herbstfest. "Die Vereinsmitglieder und Dorfbewohner haben Kuchen und Kartoffelpuffer gebacken, Truthahn auf den Grill gelegt und selbst hergestellte Liköre verkauft. Diese Spenden und das, was die Gäste dafür bezahlt haben, fließt auf diese Weise wieder ins Dorf zurück", freut sich Klaudia Kessler. Außer den Helfern am Sonnabend vor Ort gab es noch mehr im Vorfeld. "Das Amt Scharmützelsee hat uns großartig unterstützt, indem es uns Container, Warnwesten, Handschuhe und Müllbeutel zur Verfügung gestellt hat", zählt die Vorsitzende die Utensilien auf. Landwirt Michael Fey hat mit Gemeindearbeiter Dirk Drews die Wiese am Kleinen Kolpiner See gemäht, und der Ortsvorsteher Roland Brendel hat Hecken beschnitten. Dieser verweist auf drei Jubiläen im nächsten Jahr: 575 Jahre Kolpin, 110 Jahre Freiwillige Feuerwehr und 20 Jahre Jugendfeuerwehr. "Es geht uns um die Verschönerung des Gesamtbildes des Ortes, um ihm ein Festtagskleid anzulegen."

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