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Bei der 21. Barnimer Kreisschau sind 320 Tiere in 59 Rassen zu sehen. Die höchste Auszeichnung geht für ein Brahma-Huhn nach Klosterfelde.

Kleintierzucht
Auf Haltung und Pflege kommt’s an

Sabine Rakitin / 04.11.2019, 06:45 Uhr - Aktualisiert 04.11.2019, 09:44
Seefeld (MOZ) Hiljke Jacob Wierenga ist stolz. Der Landwirt aus Klosterfelde hat die höchste Auszeichnung erhalten, die ein Geflügelzüchter in der Bundesrepublik überhaupt bekommen kann – die Bundesmedaille. Eines seiner Hühner der Rasse Brahna, gelb-schwarzcolumbia, brachte es auf 97 Punkte. Mehr als das Prädikat "vorzüglich" geht nicht.

Mit 19 großen Brahma- und 20 Zwerg-Hühnern der gleichen Rasse ist Wierenga am Wochenende bei der 21. Kreisschau der Barnimer Kleintierzüchter dabei. Außerdem stellt er auch schwarze und blaue Cochin-Hühner aus. Zuhause in Klosterfelde hat der gebürtige Niederländer an die 80 Hühner. Die Zucht des Federviehs  sei für ihn "ein entspannendes Hobby und pure Erholung", sagt der 49-jährige Leiter eines Agrarbetriebes.

Mit 320 Tieren in 59 Rassen und Farbschlägen sowie mit sieben Exponaten präsentieren sich die Kleintierzüchter im Barnim bei ihrer Kreisschau in diesem Jahr. "Kleintierzucht ist ein Hobby, das uns 365 Tage im Jahr fordert", sagt Hans-Jürgen Fremd, der Kreisverbandsvorsitzende. Doch es ist nicht allein die Freizeitbeschäftigung, die ihn und seine Mitstreiter bei der Stange hält. "Wir tragen zur Erhaltung eines über 100 Jahre alten Kulturgutes bei und sorgen dafür, dass alte Genreserven erhalten bleiben und alte Kleintierrassen nicht verloren gehen", betont der Basdorfer, der sich auf die Zucht von Kaninchen verlegt hat.

Zwei Tage stellten Kleintierzüchter ihre Tauben, Hühner, Enten, Gänse und Kaninchen zum prämieren in Seefeld aus und waren erfolgreich. Am Sonntagnachmittag gab es für alle die Preise und danach wurde aufgeräumt.
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Viel Federvieh und RasseKaninchen

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Hans-Werner Klamann vom Kleintierzuchtverein Chorin hat’s mit Geflügel. Er ist Zuchtwart des Verbandes, züchtet selbst Zwerg-Vorwerkhühner und kennt sich mit den Qualitätskriterien aus, nach denen die Prädikate und Preise vergeben werden. Farbe, Zeichnung, Haltung Krallen, Pflege – das alles spielt eine Rolle, wenn die Preisrichter durch die Käfigreihen der Schau gehen. Jedes Tier wird penibel unter die Lupe genommen. Und die Hühner wissen, worum es geht. Sie werden vor einer Schau darauf vorbereitet, erzählt Hans-Werner Klamann. Sie müssen an den Käfig gewöhnt werden, dürfen nicht schreckhaft sein, wenn Besucher an sie herantreten oder gar mit ihnen reden. 

13 Zwerg-Vorwerkhühner stellt Hans-Werner Klamann an diesem Wochenende selbst aus.  Seine Hühner sind vorbereitet. "Sie sind mit unseren Enkeln aufgewachsen und sind ganz zutraulich", erzählt er. "Dann haben sie keine Scheu und keine Panik", weiß der Kfz-Schlosser, der im Jahre 1967 in den Zuchtverband für Rassegeflügel eintrat und zum 50-jährigen Jubiläum vor zwei Jahren den Titel "Meister der Geflügelzucht" verliehen bekam. Eines seiner Jungtiere erhält bei der Schau an diesem Wochenende von den Preisrichtern 97 Punkte und damit den Ehrenpreis, den Barnims Landrat Daniel Kurth gestiftet hat.

Im Kreisverband der Kleintierzüchter Barnim sind zwölf Vereine organisiert. Sie zählen insgesamt rund 150 Mitglieder. Die jüngsten Züchter werden im Alter ab sechs Jahren aufgenommen. Die ältesten Mitglieder sind über 80 Jahre alt.

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