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Jörg Vogelsänger war Gast in Falkenberg. Dort hat Anneliese Frömming den Vereinsvorsitz abgegeben.

Jubiläum
Vogelsänger feiert mit Landfrauen in Falkenberg

Die Landfrauen: Anneliese Frömming (3. v. r.) mit dem neuen Vorstand, zu dem Angelika Ahrendt, Hannelore Wulff, Daniela Sprecher, Marlies Heger und Carola Hülsenbecher gehören.
Die Landfrauen: Anneliese Frömming (3. v. r.) mit dem neuen Vorstand, zu dem Angelika Ahrendt, Hannelore Wulff, Daniela Sprecher, Marlies Heger und Carola Hülsenbecher gehören. © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 04.11.2019, 06:45 Uhr
Falkenberg Ein Verein ist so gut wie sein Kopf, hat Jörg Vogelsänger immer wieder festgestellt. Der Brandenburger Agrarminister befand sich am Sonnabend bei Kutschen-Ruß in Falkenberg unter den über 30 Gästen, die 25 Jahre Landfrauenverein Falkenberg gefeiert haben. Es galt dabei, die wichtigste Person des Abends, die scheidende Vereinsvorsitzende Anneliese Frömming, für ihr Engagement zu ehren.

Der Verein wurde am 9. November 1994 mit 15 Frauen in der Wohnstube  der Frömmings gegründet. Von ihnen sind heute noch acht Frauen in der aktuell 21-köpfigen Gruppe dabei. Eingeladen hatten sie sich ihre Helfer und Unterstützer. Dazu gehören Ellen Rußig vom Kreisvorstand der Landfrauen, Ortsvorsteher Rudi Heger, Andreas Ruß, Vertreter der umliegenden Landwirtschaftsbetriebe sowie die Freiwillige Feuerwehr.

Die Erinnerung an die Aktivitäten des Vereins reichte von Vorträgen zu praktischen Themen, etwa Vorbeugung gegen Zivilisationskrankheiten durch gesunde Ernährung, Gesprächsrunden mit dem Landrat über die Chancen der Frauen im ländlichen Raum bis zu künstlerisch-kreativer Beschäftigung und gemeinsamen Besuchen von Kulturveranstaltungen. Auch kleine, vom Kreisvorstand der Landfrauen organisierte Busreisen wurden gemeinsam durchgeführt, etwa nach Dresden, Potsdam und zur Bundesgartenschau nach Schwerin und Berlin.

Etwas Besonderes, wodurch der Landfrauenverein Falkenberg unsere Region landesweit bekannt gemacht hat, sei das Flechten der Erntekrone, bedankte sich Ellen Rußig. "Ihr helft damit, uns in Potsdam Gehör zu verschaffen." In 25 Jahren sind 20 Erntekronen entstanden, zuerst vergängliche mit Eichenlaub und Blumen, ab 2010 nur noch aus den vier Getreidearten und Lein bestehende.

Krone hängt in der Staatskanzlei

Die diesjährige Krone hängt in der Staatskanzlei in Potsdam und wird später ihren Platz bei fünf früheren in Andreas Ruß‘ rustikalem Festsaal finden. Ausgestellt wurden die Erntekronen, die unter Anleitung durch Marlies Heger entstanden, nicht nur beim Bauernmarkt in Beeskow, sondern auch schon elf Mal beim Landeserntefest. Viermal erhielten sie dort den Publikumspreis sowie von der Jury einen 1., 2., und 3. Platz. Für Jörg Vogelsänger, der rote Rosen an die Landfrauen verteilte, ist Falkenberg ein Stück Zuhause. "Ich kenne fast alle persönlich im Zusammenhang mit den Erntekronen und Erntefesten. Wenn der Verein Probleme hatte, ist Anneliese Frömming immer zu mir gekommen", erzählt er. Der Ortsvorsteher und Vogelsänger kennen sich schon seit Anfang der 90er Jahre. "Für so ein kleines Dorf ist es eine große Wertschätzung, dass ein Minister zu uns kommt, um mit uns zu feiern", freut sich Rudolf Heger. "Unser Landfrauenverein ist für viele Orte beispielgebend, er prägt einen großen Teil des kulturellen Lebens und ist zuverlässiger Partner."

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