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Obstbaumspende für Görzker Kita
Obstbäume für die Kita Flämingstrolche

Eva Loth / 04.11.2019, 08:05 Uhr - Aktualisiert 04.11.2019, 16:55
Görzke (BRAWO) Ungeduldig traten die Kinder der Kita Flämingstrolche in Görzke von einem Fuß auf den anderen. Sie wollten endlich raus und "ihre" Obstbäume pflanzen. Diese wurden vom Naturparkverein Hoher Fläming gespendet. Der Verein beging 2018 sein 25-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass wurden fünf Einrichtungen gesucht, denen jeweils fünf Obstbäume gespendet wurden.

Bereits 2018 konnten 20 Bäumchen gepflanzt werden. Oliver Müller, verantwortlich für den Bereich Landschaftspflege im Naturparkverein, freut sich, dass nun auch die letzten der 25 Bäume in die Erde kommen. Ausgewählt wurden vorrangig alte Sorten Äpfel, Birne und Kirsche. Der Naturparkverein ist derzeit dabei, viele Maßnahmen von Eingreifern umzusetzen. Das sind die Ausgleichsmaßnahmen, die zum Beispiel durch Straßenbau oder andere Flächenversiegelungen vorgeschrieben sind. Eines der größten Projekte ist dabei die Renaturierung der ehemaligen Mülldeponie in Neuendorf.

Als sich der Naturparkverein an die Kita in Görzke wandte, war diese sofort Feuer und Flamme. Bereits im vergangenen Jahr wurde der angrenzende Schulgarten reaktiviert, in diesem Jahr angebaut und geerntet. "Wir haben Mangold ausgesät und daraus gemeinsam mit den Kindern Pesto gemacht", erzählte Kitaleiterin Juliane Steffen. Außerdem wurden Tomaten, Kürbis und Rettich geerntet und mit den Kindern gemeinsam gekocht. Juliane Steffen freut sich, über die Obstbäume, die nun das Gemüse ergänzen. "Dann können wir gemeinsam Marmelade kochen," sagte sie.

Bei der Auswahl der Sorten wurde darauf geachtet, dass sie sich gegenseitig befruchten und auch schon mal ein Blick in die Nachbargärten geworfen, was da so wächst. "Die Nachhaltigkeit nimmt in Bildung und Erziehung einen immer größeren Stellenwert ein", so die Kitaleiterin. Es sei schön, wenn die Kinder von solchen Aktionen auch etwas haben. Und solche gemeinsamen Aktionen sind doch noch etwas anderes, als wenn man zu Hause im eigenen Garten werkelt. Es stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Aber ohne Eltern und Großeltern wäre wohl nicht viel aus dem alten Schulgarten geworden. Sie unterstützen das Projekt ungemein. Während der großen Trockenperiode im Sommer kamen alle mit Gießkannen, damit die Pflanzen ihrer Kinder und Enkel nicht vertrocknen.

Und jetzt kommen noch Obstbäume dazu. Mit Unterstützung von Gemeindearbeitern des Amtes Ziesar kamen diese nun in die Erde. Aufmerksam beobachteten die Kinder, wie zuerst die Wurzeln zum Schutz vor Wühlmäusen mit einem Draht umwickelt und dann die Bäume in die Erde gesetzt wurden. Dann durften sie auch selbst Hand anlegen und die Erde wieder auffüllen und schließlich festtreten.

Nun hoffen alle, dass die Bäumchen gut anwachse in den kommenden Jahren das eine oder andere Stück Obst geerntet, verarbeitet und verspeist werden kann.

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