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Schaurig-schön
Herrliches Halloween in Damsdorf

Nach einem Leichenschmaus himmeln Frankenstein & Co Erzengel Lucifer an, der aus einem Grab auferstanden ist.
Nach einem Leichenschmaus himmeln Frankenstein & Co Erzengel Lucifer an, der aus einem Grab auferstanden ist. © Foto: Th. Messerschmidt
Th. Messerschmidt / 04.11.2019, 13:15 Uhr
Damsdorf (BRAWO) Feuerwehrverein und Freiwillige Feuerwehr erwiesen sich wieder einmal als herausragende Gastgeber für all jene, die sich auf den Weg zum Damsdorfer Fenn machten, um das Fürchten zu lernen. Zum 14. Mal war der Rundweg durchs stellenweise morastige Gelände rund um das Wasser, auf dem sich am kalten Halloweenvorabend leichter Nebel ausgebreitet hatte, mit leuchtenden Kürbissen und vielerlei gruseligen Gestalten gespickt. In großer Volksaktion waren am Wochenende zuvor weit über 300 Kürbisse geschnitzt worden, die mit Teelichtern bestückt den Weg markierten, aber keinesfalls zu viel von der Umgebung preisgaben. Denn dort lauerten Hexen, Trolle, Riesen, Geister, Mumien und sogar der Kettensägen-Mann, der plötzlich in die Menge sprang. Mit 14 Wandergruppen bekamen sie’s zu tun, die im Viertelstundenrhythmus ab 18 Uhr antrabten. Vornweg eine  Wanderleitung, die im trüben Schein einer kleinen Laterne den Weg zeigte und hier und da zum Halt aufforderte. Sodann waren kleine Spielszenen à la Gruselkabinett zu erleben. Mal tanzten Hexen am Kessel und ließen Mumien und andere Totgeglaubte auferstehen, anderswo schimpfte ein hexendes Ehepaar munter auf sich ein, oder ein Körperrumpf mit daneben drapierten Beinen lud zum Verweilen ein. Den guten Schluss gab‘s an Frankensteins OP-Tisch, wo der Meister höchstpersönlich einen Abendschmaus servierte, dabei eine Halbtote sezierte und schließlich Erzengel Lucifer anrief, der mit lautem Knall prompt einer Grabkammer entstieg. Ein grandioser Auftritt. Überhaupt offenbarten sich so einige Schauspieltalente; in jedem Fall war die Lust am Tun und die geballte Kreativität überall spürbar. Der Gruseleffekt war stets wohldosiert. Wer die Wanderung gut überstanden hatte, begab sich zurück aufs Festgelände an der Feuerwehr, auf dem ein prächtiges Lagerfeuer loderte. Dazu servierten die Gastgeber Grillwurst und Glühwein. Wermutstropfen: Kürbissuppe gab’s zu wenig und in der Kartoffelsuppe zu viel Wasser. Doch wer nicht satt war, hatte ja noch die  Wahl zwischen Zuckerwatte, Crêpes und Gruselpudding.

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