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Fußball
"Es ist der Wurm drin"

Stutzen hochgekrempelt und weiter geht`s: Das Team von Grün-Weiss Ahrensfelde ist derzeit auf der Suche nach seiner Form.
Stutzen hochgekrempelt und weiter geht`s: Das Team von Grün-Weiss Ahrensfelde ist derzeit auf der Suche nach seiner Form. © Foto: Ingo Muhme
Britta Gallrein / 05.11.2019, 11:00 Uhr
Ahrensfelde (MOZ) Wer mit dem Aufstieg liebäugelt und dann gegen den Tabellen-13. verliert, der kann nicht zufrieden sein. Bei Grün-Weiss Ahrensfelde, die ambitioniert in die Saison der Landesliga Nord gestartet waren, läuft es derzeit einfach nicht so richtig rund. Am elften Spieltag mit sechs Siegen, drei Remis und zwei Niederlagen darzustehen, ist für die erfolgsverwöhnten Randberliner schon ein Schlag ins Kontor. Auch, wenn das Trainergespann Sven Orbanke und Jürgen "Jogi" Beyer von vornerherein das Ziel "Aufstieg" nie in den Vordergrund gerückt sehen wollten.

"Wir haben derzeit einige Verletzte. Es ist etwas der Wurm drin", erklärt Jogi Beyer das Problem aus seiner Dicht. Unter anderem schmerzen die Ausfälle von Verteidiger Vladimir Pestov und Goalgetter Patrick Hamel, der letzte Saison 16 Treffer erzielte.

Aber auch die Gäste aus Perleberg hatten Personalsorgen, reisten mit dem letzten Aufgebot an. Trainer Maik Arndt musste sich zehn Minuten vor Schluss sogar selbst einwechseln.

Zu Beginn lief noch alles wie erwartet. In der 19. Minute bekamen die Ahrensfelder einen Freistoß in Höhe der Mittellinie zugesprochen. Der Ball segelte lang in den Strafraum, Abwehrspieler Alexander Kaatz lief ein und traf zum 1:0. Wohlgemerkt – mit seinem eigentlich schwachen rechten Fuß. "Ich dachte bis dahin immer, den hat er nur, damit er nicht umfällt", so Jogi Beyer grinsend.

Was dann passierte auf dem neuen Ahrensfelder Rasenplatz, ist für ihn jedoch unerklärlich. Denn die Ahrensfelder, bislang das klar spielbestimmende Team, ließen jetzt nach. Viele Stockfehler prägten das Spiel der Hausherren. Die Perleberger witterten ihre Chance. Und die Gäste versteckten sich nicht, spielten mit zwei Stürmern mutig nach vorn, statt sich einzuigeln. Das wurde belohnt. Der Ausgleich zum 1:1 war eine Kopie des Ahrensfelder Treffers. Ein langer Freistoß in den Ahrensfelder Strafraum erreichte Frederik Töpfer, der einköpfte.

Richtig bitter wurde es für die Hausherren, als bereits vier Minuten nach Wiederanpfiff Perlebergs William Richart mit einem Traumtor – erzielt volley aus der Drehung  – auf 1:2 erhöhte.

Die Ahrensfelder dagegen kamen zwar auch zu einigen Großchancen, konnten eine davon aber erst auf den allerletzten Drücker nutzen. Marc-Nelson Grzyp verwandelte in der Nachspielzeit trocken aus spitzem Winkel ins lange Eck zum 2:2-Ausgleich (90.+3) – wenigstens ein Punkt gerettet.

"Das einzig Positive ist, dass alle anderen auch geschwächelt haben", resümiert Jogi Beyer.  "Schwedt verliert gegen Premnitz – das hätte ja auch keiner gedacht. Aber es zeigt, dass es in diesem Jahr kein Überflieger-Team gibt wie letztes Jahr RSV Eintracht, sondern alles dicht beieinander liegt. Wenn man da mal kurz schwächelt, ist man gleich weg von der Spitze."

Spieler besprechen sich allein

Die Spieler werden sich in dieser Woche ohne Trainer zusammen setzen und besprechen, woran es gerade hapert. "Die Stimmung ist nicht schlecht, aber wir müssen die Situation analysieren", findet auch Beyer, der fordert: "Wir müssen eine Serie starten, damit wir bis Weihnachten in Schlagdistanz zur Spitze bleiben. Im Februar fahren wir ins Trainingslager nach Kroatien, starten dann gut erholt in die Rückrunde."

Ahrensfelde: Dominik Vollmer – Leandro Weber, Nick Meißner, Alexander Kaatz, Felix Grünwald (72. Til Leifheit), Blenard Colaki, Marc-Nelson Grzyb, Loris Bethge (72. Hagen Opitz), Foday Darboe, Dominic Gesierich (41. Steven Knörnschild), Thomas Illig

Nur noch ein Heimspiel vor der Winterpause

Das Restprogramm von Grün-Weiss Ahrensfelde bis zur Winterpause:  9. November: FSV Babelsberg (A)23. November: SV Babelsberg 03 II (H)30. November: Oberhavel Velten (A)  7. Dezember: BSC Glienicke (A)Bester Torschütze bei Ahrensfelde:  Blenard Colaki mit vier Treffern

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