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Für 950 000 Euro haben Radfahrer eine neue Rennstrecke bekommen.

Rennstrecke eröffnet
Auf dem Radweg nach Sarnow rollt es

Glanzstück: Für Bürgermeister Schoknecht (r.) war es die letzte Einweihung. Wenn 2021 die restlichen vier Kilometer bis Groß Schönebeck dazukommen, muss der Nachfolger aufs Rad.
Glanzstück: Für Bürgermeister Schoknecht (r.) war es die letzte Einweihung. Wenn 2021 die restlichen vier Kilometer bis Groß Schönebeck dazukommen, muss der Nachfolger aufs Rad. © Foto: Susan Hasse
Susan Hasse / 07.11.2019, 06:15 Uhr
Eichhorst (MOZ) Eigentlich ist es bereits zu kalt für eine Radtour. Dennoch ließen es sich am Dienstag ein paar Hartgesottene nicht nehmen, den Radweg zwischen Eichhorst und der Groß Schönebecker Ortslage Sarnow per Pedale einzuweihen.

Auch Bürgermeister Uwe Schoknecht schwang sich aufs Rad und fuhr die neue Asphaltpiste. Für ihn war die Einweihung der letzte Scherenschnitt seiner Amtszeit. In wenigen Wochen übergibt er das Zepter an seinen Nachfolger Wilhelm Westerkamp. "Mögen die Scheren in Schorfheide immer scharf bleiben und noch viele Bänder zerschneiden", wünscht er sich für die Zukunft seiner investitions- und baufreudigen Kommune.

3,1 Kilometer Radweg für insgesamt 950.000 Euro wurden in den vergangenen Wochen gebaut. 675.000 Euro kamen vom Landkreis Barnim. Zu zahlen waren dabei nicht nur die Planungs- und Baukosten, sondern auch Ausgleichszahlungen für Waldumwandlung. 5,45 Hektar Ersatzpflanzungen für knapp 70.000 Euro forderte die Untere Naturschutzbehörde für die versiegelte Fläche. Beim Bau wurde streng auf die natürliche Topografie der Landschaft geachtet. Es wurde möglichst wenig eingeebnet und begradigt: "Man kann die von der Eiszeit geschaffene Hügellandschaft nun endlich wieder erleben", freut sich Uwe Schoknecht. Bergauf, bergab schlängelt sich der neue Weg durch das Gelände. Aus Sicht der Gemeinde verbessert die neue Piste die Infrastruktur – für Touristen, aber auch für die Einheimischen, wie Vizelandrat Holger Lampe betont. "Wir Groß Schönebecker freuen uns, aber noch mehr freuen wir uns, wenn der zweite Bauabschnitt endlich fertig ist", so Ortsvorsteher Andreas Zeidler. Auch der Eichhorster Ortsbeirat Stephan Reimann zeigt sich versöhnlich: "Er verbindet Eichhorst und Groß Schönebeck, das stärkt das Gemeinschaftsgefühl", ist er überzeugt. Da dank einsichtiger Behörden auf ein paar unnötige Vorgaben verzichtet werden konnte, wurden letztlich 60.000 Euro gespart. Dass ein Bau weniger kostet als geplant, ist in Zeiten wie diesen durchaus ungewöhnlich. Das Geld soll nun für einen Radweg von der Biesenthaler Straße bis zur Autobahnbrücke in Finowfurt verwendet werden, kündigt der Bürgermeister an. Zu bauen gibt es in Schorfheide zum Glück immer genug.

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