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Fußball
Das aktuell führende Trio durchweg besiegt – 13:2 Tore

Die Tugenden des Gastgebers greifen wieder: Schönows Defensive, hier mit Robert Jung (links), zeigt eine einsatzstarke Vorstellung. Philipp Hammermeister (Mitte) gelingt lediglich der Bötzower Ehrentreffer beim 4:1-Erfolg der Uckermärker.
Die Tugenden des Gastgebers greifen wieder: Schönows Defensive, hier mit Robert Jung (links), zeigt eine einsatzstarke Vorstellung. Philipp Hammermeister (Mitte) gelingt lediglich der Bötzower Ehrentreffer beim 4:1-Erfolg der Uckermärker. © Foto: Carola Voigt
Jürgen Kern / 12.11.2019, 06:00 Uhr
Passow (MOZ) Die Schönower Fußballer haben mit diesem Erfolg das Kunststück fertiggebracht, das gegenwärtig in der Tabelle führende Trio durchweg bezwungen zu haben: den Oranienburger FCE II mit 4:1, den Birkenwerder BC mit 5:0 und jetzt eben die Bötzower ebenfalls deutlich.

Dabei gingen alle Schönower, auch Verantwortliche und Fans, mit gemischten Gefühlen an diese Aufgabe heran, denn die beiden Abwehrrecken Piotr Grabarczyk und Emil Dabrowski fehlten. Dafür war Jan Ewigmann nach mehr als sechs Monaten wieder mit einer soliden Leistung dabei. Aber auch vorn war mit dem verletzten Wojciech Szczupakiewicz ein weiterer Ausfall zu verzeichnen. Die gedämpften Erwartungen schienen sich mit Spielbeginn eher zu vertiefen, denn das Bötzower Team entpuppte sich als spielstarkes Ensemble, das robust in die Zweikämpfe ging und es mit schnellen Kombinationen dem Gastgeber schwer machte.

Niklas Schulz griff an, doch der zweikampfstarke Lukas Drews klärte zum Eckball. Nach gut einer Viertelstunde machte der SSV erstmals ernst: Bartosz Tatarczuk zog aus spitzem Winkel ab – Flanke oder Torschuss? In jedem Fall war der Bötzower Keeper zwar noch ein wenig mit der Hand dran, aber das Leder schlug zum 1:0 im Dreiangel ein (17.).

Drews vollendet cool zum 2:0

Bötzow meldete sich allerdings immer wieder. Zuerst gelang ein Abseitstor, es folgte eine vergebene Großchance für Philipp Männel, als er einen gut getimten Steilpass aufnahm (39). Kurz darauf stand wieder Drews im Mittelpunkt, diesmal im wahrsten Sinne des Wortes, denn seine polnischen Mitspieler Tatarczuk und Dariusz Szmulski spielten sich durch und Szmulski passte zum freien Drews in der Mitte. Cool erzielte der das 2:0 (41.).

Noch einmal begehrten die Bötzower vor der Pause auf: Erst parierte Roland Galinski den Schuss von Tom Sander, der nächste Versuch von Phlipp Hammermeister wurde abgeblockt.

Nach der Pause versuchte es Männel mit einer gefährlichen Flanke – nicht gerade schulmäßig klärte Galinski mit einer Faust (46.). Galinskis Herauslaufen ließ Sander eine weitere gute Gelegenheit vergeben. Das Spiel war in dieser Phase von einer hohen Dynamik geprägt. Szmulski ließ bei den Zuschauern den Atem stocken – clever umkurvte er Gästekeeper Matthias Lindner, doch der bereits siebenfache Torschütze dieser Saison rutschte auf regennassem Geläuf aus.

Aber er holte das 3:0 nach: Eine Ecke von Tatarczuk verwertete er perfekt (61.). Die Spielanteile verschoben sich danach leicht zu Gunsten der Gäste, aber Schönows Defensive stand recht sicher. Ausgerechnet dem erfahrenen Galinski unterlief ein Fehlabspiel auf einen gegnerischen Spieler in Strafraumnähe, der dankend einen Angriff einleitete. Maik Zachowski wurde zum Retter in der Not. Danach jedoch war Hammermeister erfolgreich – 3:1 (79.).

Coach: Starke Team-Leistung

Die Schönower spielten die Partie aber besonnen zu Ende. Noch einmal gelang der Heimelf eine feine Kombination, an deren Ende Szmulski auf Drews ablegte, der seine Tagesleistung mit seinem zweiten Tor krönte (90.).

Das 4:1-Endresultat war die Summe von hervorragenden Einzelleistungen und einer kompakten Mannschaftsdarbietung, wie Coach Tino Krause nach dem Spiel konstatierte. Ein enttäuschter Gästetrainer Marco Meißner haderte dagegen mit dem mangelnden Einsatzwillen einiger seiner Spieler. Dennoch ist fest anzunehmen, dass diese Bötzower Truppe anderen noch manches Rätsel aufgeben wird.

Grünow unterliegt 1:4 beim FSV Forst Borgsdorf

Beim Seitenwechsel konnte Schlusslicht FC Einheit Grünow noch darauf hoffen, Anschluss an die vor ihm liegenden Mannschaften in der Tabelle zu erreichen. Christopher Löhrs hatte nach gut einer halben Stunde den frühen 0:1-Rückstand (Philip Degener/4.) ausgeglichen. Die personell diesmal gut bestückten Uckermärker mussten aber Kevin Potyrallas 2:1 hinnehmen (67.) und kamen in den Schlussminuten komplett auf die Verliererstraße, als sie Degener und Marius Wutschick (beide 89.) binnen einer Minute aus allen Träumen rissen. Mit sieben Zählern hinter den Borgsdorfern, die immer noch Vorletzter sind, ist der Weg nach vorn um so schwerer geworden.⇥red

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