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20. Schenkenberger Martinsfest
Schauspiel und Umzug machen die Tradition zum Familienfest

Th. Messerschmidt / 13.11.2019, 18:00 Uhr
Schenkenberg (BRAWO) Stephan Köhler-Apel, der Präses des Kreis-Kirchenrates, wurde unlängst als Räuber enttarnt. Zusammen mit seinem Spießgesellen Carsten Schulz raubte er  – vor den Augen vieler Kinder  – einen wohlhabenden Reisenden aus. In der Kirche in Schenkenberg. Allerdings nur als recht amüsant dargebotenes Vorspiel für Silvio Hermann-Elsemüller, der sodann als römischer Soldat Martin seinen Mantel mit dem vermeintlichen Bettler teilen konnte...

Was sich im vierten Jahrhundert tatsächlich zugetragen hat, Martin zum Christen und  zum Bischof von Tours werden ließ und in der Heiligsprechung mündete, lebt alljährlich zum Martinstag am 11. November  auf. Das Teilen mit Bedürftigen ist die große Botschaft dieses Tages, der seit nunmehr schon 20 Jahren auch in Schenkenberg gefeiert wird. Anfangs in kleinem Rahmen, ab 2002 dann in Regie des "Männerabends" der Kirchengemeinde. Alsbald lockten Martinsspiel und -umzug immer mehr Familien an, die den Abend auf dem gemütlichen Kirchhof zwischen Feuerschein, Kesseln, Gebackenem, Ggegrilltem und Geglühtem – und begleitet vom Bläser-Quartett – ausklingen lassen konnten. So auch beim 20. Fest, zu dem St. Martin endlich wieder hoch zu Ross den Laternenumzug durch den Ort anführen konnte. Jedenfalls gleich hinter der absichernden Freiwilligen Feuerwehr Schenkenberg, deren Jugend mit Fackeln voranging.  Dann Jeannette "St. Martin" Pagenhardt, die nebenberuflich mit ihrem "Kloster-Express" für Reitunterricht und Hochzeitskutschfahrten sorgt und mit  Friesen-Stute Gerda eigens aus Michelsdorf angereist kam. Für die Kinder und die gute Sache. Denn geteilt wurde natürlich auch: Die Spenden der Besucher gehen zu zwei Dritteln an die Christoffel-Blindenmission. Ein Drittel kommt dem Garten-Projekt an der Schenkenberger Kirche zugute.

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