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Modernisierung
Zweckverband schließt Dollgow ans Netz an

Investiert viel Geld in Dollgow: Der Trink- und Abwasserverband Lindow Gransee beginnt mit dem Kanalbau.
Investiert viel Geld in Dollgow: Der Trink- und Abwasserverband Lindow Gransee beginnt mit dem Kanalbau. © Foto: Matthias Henke
Thomas Pilz / 13.11.2019, 20:00 Uhr
Gransee (MOZ) Das Wichtigste vorneweg: Die Dollgower müssen in den nächsten Monaten keine langen Fußwege in Kauf nehmen, weil das Auto etwa außerhalb des Dorfes parken muss. Der Ausbau des Abwassernetzes und die Erneuerung der Trinkwasserleitungen in dem Stechliner Ortsteil werden vom Trink- und Abwasserverband (TAV) Lindow-Gransee so erledigt, dass die Baustellen nahen Bereiche befahrbar bleiben, die Anlieger also beinahe problemlos an ihr Grundstück kommen. Das betont Uwe Kaatz, der mit dem Projekt betraute Experte des TAV.

Bis November 2020 werden die Arbeiten voraussichtlich andauern. Zwei Unternehmen sind mit der Ausführung betraut: HTK (Hoch- und Tiefbau) GmbH und IBW (Ingenieurbau) aus Wusterhausen (Prignitz).

Was aber wird im Einzelnen gemacht? 1 500 Meter Schmutzwasserkanal wird ausgehoben, 37 Schachtbauwerke sind zu errichten und 93 Verbindungen für die Hausanschlüssen. Insgesamt werden 1 450 Meter Abwasserdruckleitung verlegt, erläuterte Uwe Kaatz, zwei Pumpwerke sind zu bauen.

Einwohner schon informiert

In Sachen Trinkwasser geht es vor allem um die Rekonstruktion einzelner Abschnitte. Was bedeutet, dass 1 200 Meter Trinkwasserleitung verlegt werden. 78 Hausanschlüsse sind vorzubereiten.

"Vor allem aber geht es uns auch darum, dass wir jetzt Güldenhof anschließen können", betont der TAV-Mitarbeiter. Eine große Leitung, die das Trinkwasser transportiert, verläuft ja bereits von Menz kommend bis nach Dollgow. Die soll nun auch einen Abzweig für Güldenhof bekommen. Allein für dieses Teilprojekt sind rund 1 300 Meter Leitung zu verlegen und 18 Hausanschlüsse vorzubereiten.

Anke Freitag, die Verbandsvorsteherin, erklärte auf Nachfrage am Mittwoch, dass die Dollgower bereits im September während einer Einwohnerversammlung über die Einzelheiten des Vorhabens informiert wurden. Insgesamt werden in das Schmutzwasser-Projekt rund eine Million Euro investiert, beim Trinkwasser sind es rund 400 000 Euro. Dazu kommen noch einmal 300 000 Euro für die Leitung des Abwassers zur großen Kläranlage Schönermark. Die Kläranlage Neuglobsow, mittlerweile in einem desolaten Zustand, soll damit abgelöst werden.

Wie Uwe Kaatz erklärt, werden die beauftragten Baufirmen mit ihren Arbeiten erst einmal in Richtung Schulzenhof beginnen. Nochmals sei zu betonen, das Befahren des Dorfes sei zurzeit gewährleistet.

Umgang mit Abwasser und Trinkwasser

Seit 1994 entsorgt die Kläranlage Schönermark die Versorgungsgebiete des TAV Lindow-Gransee. Über drei Reinigungsstufen wird das Abwasser aufbereitet.

Ältere Kläranlagen wie die in Neuglobsow sollen vom Netz genommen werden.

Der TAV Lindow-Gransee versorgt derzeit rund 24 000 Einwohner im Einzugsbereich mit qualitätsgerechtem Trinkwasser. Hierfür stehen dem TAV 20 Wasserwerke, 47 Brunnen, fünf Druckerhöhungsstationen und 310 Kilometer Rohrnetz zur Verfügung.⇥pilz

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