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Kampfsport
Viele Erfolge und eine Premiere

Höchste Konzentration gefragt: Anastasia Wischnakow vom JSV Bernau bei ihrem Start beim Skoda Cup. Hier versucht sie, eine Festhalte herauszuarbeiten.
Höchste Konzentration gefragt: Anastasia Wischnakow vom JSV Bernau bei ihrem Start beim Skoda Cup. Hier versucht sie, eine Festhalte herauszuarbeiten. © Foto: Julian Stegemann
Julian Stegemann / 14.11.2019, 06:00 Uhr
Bernau (MOZ) Es ist der Tag im Jahr, an dem die Bernauer Erich-Wünsch-Halle im Kampfsportfieber ist. Bereits zum sechsten Mal ging es beim Skoda-Cup in Bernau um Yuko, Waza Ari und Ippon. Über den gesamten Sonnabend hinweg bekamen die zahlreichen Zuschauer Kampfkunst der Extraklasse geboten.

Ehrungen zu Beginn

Bevor die Kämpfer auf die Matten gingen, wurden vom Veranstalter JSV Bernau erfolgreiche Vereinsmitglieder geehrt. Mit Nic Asmalsky und Steve Steinmüller waren gleich zwei Kämpfer des JSV bei den Deutschen Meisterschaften der Altersklasse U21 in Frankfurt/Oder vertreten. "Das war ein würdiger Rahmen, sie hier bei unserem Heimwettkampf noch einmal zu ehren", verriet Trainer Hartmut Ott, der im Anschluss ebenfalls eine Ehrung für seine Verdienste im Verein erhielt.

Seit 50 Jahren ist Hartmut Ott als Judoka aktiv und seit 40 Jahren Trainer beim JSV. "Das, was er für unseren Verein geleistet hat, ist riesig und kann auch kein anderer leisten. Wir hoffen, dass wir ihn noch viele Jahre im Verein haben werden", verriet Sportwart Marco Patzwall.

Aufregung ist unbegründet

Im Anschluss ging es dann auch schließlich auf die Matten. Judoka der Altersklassen U 11, U 13, U 15 und U 21 jeweils männlich und weiblich sowie Männer und Frauen für Ne-waza von zahlreichen Vereinen traten gegeneinander an.

Unterstützend und neu beim Skoda-Cup waren die elektronischen Anzeigetafeln hinter jeder Matte. Bislang wurden die Zwischenergebnisse immer per Hand notiert. "Wir waren ein bisschen aufgeregt, weil wir das zum ersten Mal gemacht haben und nicht genau wussten, ob mit der Technik alles glatt gehen wird", ver-riet Hartmut Ott im Vorfeld. Doch die Aufregung war unbegründet – die Anzeigetafeln erfüllten ihr Soll und verschafften somit einen besseren Überblick für die Sportler und Zuschauer.

Aufgrund dessen, dass parallel andere große Veranstaltungen stattfanden, war die Teilnehmerzahl beim Wettkampf in Bernau zwar geringer als im Vorjahr, die Vereinsvorsitzenden sehen das einmal im Jahr stattfindende Turnier trotzdem auf einem positiven Weg. "Viele andere Judoka sind bei Sichtungsturnieren. Die sind halt höher angesehen als der Skoda-Cup. Aber trotzdem sind viele Judoka hier und wir zufrieden wie es läuft", bilanzierte der zweite Vorsitzende Thomas Troche. Mit der Halle habe man optimale Voraussetzungen und überregional einen wachsenden Ruf.

Erfolgreiche Oldies

Nachdem die rund 200 Judoka ihre Wettkämpfe beendet hatten, gab es noch eine Premiere. Rund 50 Sportler ab der Altersklasse Ü30 aufwärts standen sich auf den Matten gegenüber. Erstmals gab es die offenen Brandenburger Oldie-Masters. "Die Nachfrage war groß. Deshalb haben wir uns entschieden, das hinten dranzuhängen", so Hartmut Ott.

Alle ersten Plätze eingeheimst

Die Bernauer Judoka brillierten beim Skoda-Cup mit sehr guten Leistungen. In allen Altersklassen, also U 11, U 13, U 15 und U 21 konnten die Gastgeber sich gegen alle anderen Teams durchsetzen und die Mannschaftswertungen teilweise mit sehr großem Abstand gewinnen.

Bei den Brandenburgischen Oldie Meisterschaften zeigten auch die Erwachsenen des JSV, was sie drauf haben. Erste Plätze holten sich Sebastian Hesse, Marcus Burkhardt, Katja Jank, Simone Glenz, René Keil, Anke Heidrich, Doreen Bobrowski und Simone Glenz. Damit schafften die Gastgeber auch dort den ersten Platz der Mannschaftswertung.

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