Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Die Städte und Gemeinden sowie der Kreis müssen sich auch künftig auf steigende Kinder- und Schülerzahlen einstellen.

Mehr Nachwuchs
Prognostizierte Zahlen für den Barnim bestätigt

Fröhliches Spielen: In der Kindertagesstätte "Friedenstaler Spatzen" am Baikalplatz in Bernau werden derzeit 196 Mädchen und Jungen betreut. Die Auslastung aller Einrichtungen in der Stadt gibt der Landkreis Barnim mit 90 Prozent an.
Fröhliches Spielen: In der Kindertagesstätte "Friedenstaler Spatzen" am Baikalplatz in Bernau werden derzeit 196 Mädchen und Jungen betreut. Die Auslastung aller Einrichtungen in der Stadt gibt der Landkreis Barnim mit 90 Prozent an. © Foto: Sergej Scheibe
Kai-Uwe Krakau / 14.11.2019, 07:00 Uhr
Bernau (MOZ) Die Anzahl der Kinder in einer Tagesbetreuung ist auch 2019 im Barnim  – entgegen der Prognosen  – weiter gestiegen. Der Mehrbedarf an Plätzen sei jedoch durch die Eröffnung neuer Kindertagesstätten, Ausnahmegenehmigungen sowie die Erweiterung vorhandener Kapazitäten gedeckt worden, heißt es im vorliegenden Zwischenbericht der Kreisverwaltung Barnim zum Kindertagesstättenbedarfs- und Schulentwicklungsplan. Die Auslastung der Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze in allen Städten, Ämtern und Gemeinden wird mit 86 Prozent angegeben. In der Prognose war von einer Mindestauslastung von 85 Prozent ausgegangen worden. Der Anteil der Plätze mit einer Ausnahmegenehmigung liegt bei rund 6,7 Prozent. Tagespflegeplätze werden, außer im Amt Joachimsthal, in allen Orten  angeboten.

Um dem weiteren Bedarf gerecht zu werden, planen die Städte Bernau, Werneuchen und Eberswalde sowie die Gemeinden Wandlitz und Panketal zusätzliche Kapazitäten durch Neu- oder Umbau zu schaffen. Dies geschehe unter anderem im Rahmen der LandesKitaInvest-Richtlinie 2019 – 2022. Darüber hinaus sollen die Plätze auch in den Ämtern Biesenthal-Barnim und Britz-Chorin-Oderberg sowie den Gemeinden Ahrensfelde und Schorfheide aufgestockt werden. Das Ziel sei es vor allem dort, die bestehenden Ausnahmeregelungen abzuschaffen. Ferner solle den Eltern verstärkt ihr Wunsch- und Wahlrecht ermöglicht werden, heißt es im Bericht.

Trend zu freien Schulen

Bei den Schulen ist, im Gegensatz zu den Kitas, die Einschätzung der Fachleute im Wesentlichen eingetreten. Insgesamt wurden im Sommer 1581 Mädchen und Jungen an öffentlichen Schulen aufgenommen. In Einrichtungen freier Trägerschaft waren es weitere 121 Schüler. Die Gesamtzahl liegt demnach bei 1740 (Prognose: 1724). Dennoch gibt es einige Abweichungen in den größeren Städten Bernau und Eberswalde sowie in der Gemeinde Ahrensfelde. Für die Hussitenstadt (Minus 53 Schüler)  und Eberswalde (Minus 62) wird als Begründung angeführt, dass es dort Standorte von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft mit größeren Kapazitäten gibt. In der Grundschule "Friedrich von Canitz" Blumberg wurden 83 Schüler mehr eingeschult, als laut Planung ausgewiesen. Dies resultiere aus den fehlenden Schulbezirksfestlegungen für einige Ortsteile der Gemeinde Ahrensfelde, heißt es.

Die ursprünglich prognostizierte Zahl von 1438 Schülern an öffentlichen weiterführenden Schulen wurde um insgesamt 175 unterschritten. Dagegen stieg die Zahl der Schüler, die an Einrichtungen freier Bildungsträger unterrichtet werden um 144 auf nunmehr 255. Außerdem, so wird im Bericht des Landkreises Barnim festgestellt, habe es Verschiebungen zwischen den Planungsbereichen I und II. Konkret bedeutet das: Wer im Oberbarnim wohnt, hat Schulen im Niederbarnim ausgewählt.

An den Oberstufenzentren ist im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Rückgang bei den Schülerzahlen zu verzeichnen. Insgesamt besuchten 2590 Schüler die Einrichtungen des Landkreises Barnim. Im Vorjahr waren es noch 2637. Das Minus betrifft vor allem die Bildungsgänge der Berufsvorbereitung und Berufsgrundbildung. Diese seien in den vergangenen Jahren verstärkt von Flüchtlingen besucht worden.

Im Primarbereich  sowie bei den weiterführenden Schulen müssten die Kapazitäten perspektivisch erweitert werden, heißt es abschließend im Bericht.

Kitabedarfs- und Schulentwicklungsplan

Der aktuelle Kindertagesstättenbedarfs- und Schulentwicklungsplan des Landkreises Barnim umfasst den Zeitraum vom 1. August 2017 bis 31. Juli 2022. Mit der Verknüpfung werden zwei aufeinanderfolgende Bildungsphasen und die dazugehörigen Altersgruppen gemeinsam betrachtet. Beide Planungen liegen per Gesetz in der Verantwortung des jeweiligen Landkreises. Das Ziel ist es dabei, die schulische Bildung nicht nur unter einem strukturellen Aspekt, sondern auch unter inhaltlichen und qualitativen Gesichtspunkten zu analysieren. Die Planung zu den Kitas und Schulen hat insgesamt drei Bände.⇥red

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG