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Giga-Fabrik
Wirtschaftsminister Steinbach hält Tesla-Zeitplan für ehrgeizig

Jörg Steinbach (SPD), Brandenburger Wirtschafts- und Energieminister, spricht während einer Pressekonferenz zur Ankündigung von Tesla, im Land Brandenburg zu investieren.
Jörg Steinbach (SPD), Brandenburger Wirtschafts- und Energieminister, spricht während einer Pressekonferenz zur Ankündigung von Tesla, im Land Brandenburg zu investieren. © Foto: Soeren Stache/dpa
dpa / 14.11.2019, 07:42 Uhr
Potsdam (dpa) Der Zeitplan für die geplante Fabrik des US-Elektroautoherstellers Tesla in Brandenburg ist nach Ansicht des Wirtschaftsministeriums ehrgeizig.

"Risiken in der absoluten Durchführung sehe ich ehrlich gesagt gar keine. Das Schlüsselwort ist "timeline", ob wirklich die Zeitachse, die Tesla sich selber vorgenommen wird, hundertprozentig tragen wird", sagte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) der Deutschen Presse-Agentur.

"Ich bin ganz froh darüber, dass wir da nicht die Gesamtverantwortung haben, sondern Tesla auch seines eigenen Glückes Schmied ist", sagte der Minister. "Sie müssen die Unterlagen so vollständig und hoch qualitativ einreichen, dass auch eine schnellstmögliche Prüfung gegeben ist."

Tesla-Chef Elon Musk hatte das Projekt überraschend am Dienstagabend angekündigt. Die geplante Fabrik soll in Grünheide auf einer Industriefläche nahe der Autobahn 10 entstehen. Laut Steinbach sollen in der ersten Ausbaustufe geschätzt über 3000 Arbeitsplätze entstehen. Tesla plane, dass die Bauarbeiten im ersten Quartal 2020 beginnen, Produktionsstart solle 2021 sein.

Bis die von Brandenburg geplanten EU-Beihilfen genehmigt sind, wird voraussichtlich noch einige Zeit vergehen. "Nach üblichen Verfahren gehen wir von eineinhalb bis zwei Jahren aus", sagte Steinbach. "Dieses ist kein Geld, mit dem wir gewunken haben und was die Entscheidung beeinflusst hat", meinte er.

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Werner Matzat 14.11.2019 - 09:15:29

Achtung! Achtung! - Tesla-Chef Elon Musk: Zwischen Genie und Wahnsinn - ohne Fördermittel läuft gar nichts!

Tesla-Chef Elon Musk ist der Superstar der Tech-Szene - er wird von seinen Anhängern mit Unternehmerlegenden mit Steve Jobs und Henry Ford verglichen. Der Tech-Milliardär will mit seiner Raketenfirma SpaceX das Weltall zum Ziel für Touristen machen, fliegende Autos bauen und sich irgendwann auf dem Mars zur Ruhe setzen. Musks Boring Company soll Verkehrschaos durch Tunnel beseitigen. Passend dazu dachte sich der 48-Jährige den Hyperloop aus - eine Art futuristische Rohrpost, die Menschen im Eiltempo befördern soll. Auch eine Initiative, die künstliche Intelligenz sicher machen soll, zählt zu den Großprojekten, die der laut Bloomberg Billionaires Index gut 27 Milliarden Dollar schwere Tesla-Chef mit missionarischem Eifer betreibt. Doch der schillernde US-Unternehmer ist nicht unumstritten. Musk setzt bei seinen PR-Aktionen - wie US-Präsident Donald Trump - auf den Kurznachrichtendienst Twitter. Musk ist stets für einen Eklat gut. Gegen Kritiker teilt er mitunter heftig aus, auf unangenehme Medienberichte und Nachfragen reagiert er empfindlich. Auch seine riskanten Geschäfte sorgen immer wieder für Kontroversen - einige Kritiker halten Musk sogar für einen Hochstapler. Tatsächlich hat er mit Tesla noch nie einen Jahresgewinn gemacht und seine Ziele häufig verfehlt oder zumindest nur mit viel Verspätung erreicht. Sein Startkapital verdiente Musk als Mitgründer des Bezahldienstes Paypal, durch die Übernahme durch Ebay im Jahr 2002 machte er ein Vermögen. Bei der US-Solarfirma SolarCity, die 2016 von Tesla geschluckt wurde, leistete er ebenfalls Geburtshilfe. Quelle: https://rbbtext.de/135_1 --- Weiter heißt es, Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte, Tesla komme auch wegen des verfügbaren Ökostroms nach Brandenburg. "Wir haben den Rohstoff der Zukunft, wir haben erneuerbare Energien in Brandenburg", sagte Woidke in Potsdam. Das sei im Gespräch mit Tesla-Chef Elon Musk ein entscheidender Vorzug gewesen. Tesla seien Zusagen für übliche Subventionen im Rahmen des EU-Beihilferechts gemacht worden. Auf die Frage, ob noch ein Risiko bestehe, sagte er mit Blick auf Musk: "Ich habe ihn als sehr verlässlichen Menschen kennengelernt." Sehr geehrte Euphoriker, Risiken sehen sie gar keine? Wenn dann später mit den Tausenden versprochenen Arbeitsplätzen doch irgend etwas nicht stimmt, dann ist es meistens zu spät. Oder anders ausgedrückt: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

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