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Polizei sucht Mann
Perfide Tricks: Tausende Euro von Rentnern aus Kloster Lehnin ergaunert

Wer kennt diesen Mann? Er hat als angeblicher Mitarbeiter eines Rechtsanwalts das Geld beim Ehepaar abgeholt.
Wer kennt diesen Mann? Er hat als angeblicher Mitarbeiter eines Rechtsanwalts das Geld beim Ehepaar abgeholt. © Foto: Polizeidirektion West
BRAWO / 14.11.2019, 08:56 Uhr - Aktualisiert 14.11.2019, 09:57
Kloster Lehnin (BRAWO) Eine angebliche Großcousine meldete sich per Telefon am 24. Juni bei ihrem vermeintlichen Onkel und ihrer Tante, beide bereits über 80 Jahre alt. Die unbekannte Frau, die sich mit Nennung des tatsächlichen Namens der Großcousine das Vertrauen der beiden Rentner einschleicht, erzählte, gerade einen Verkehrsunfall in Berlin schuldhaft verursacht zu haben. Sie führte aus, dass ihr Arbeitgeber nichts von dem Unfall wissen darf und der Unfallgegner nur mit der Zahlung von 35.000 Euro die Polizei aus dem Spiel lässt. Zudem dürfe niemand, auch nicht die Hausbank der Rentner, etwas von dem Unfall erfahren, da sie sonst ihre Arbeit verliert.

Der ältere Herr gab an, seiner Verwandten helfen zu wollen und machte sich auf den Weg zu einer Bank in Brandenburg an der Havel. Er hatte zwar nicht die geforderte Summe auf dem Konto, aber immerhin mehrere tausend Euro.

Der Bankangestellte fragte den Rentner zwar nach dem Grund der hohen Barabhebung, dieser log jedoch, er wolle sich ein Auto kaufenund erhält so die geforderten Ersparnisse ausgehändigt.

Während seiner Abwesenheit rief die vermeintliche Großcousine erneut mehrfach bei der zu Hause gebliebenen Ehefrau an. Auch der angebliche Unfallgegner, ein angeblicher Rechtsanwalt, meldet sich mehrfach und wollte Druck erzeugen, indem er drohte, die Polizei zur Unfallaufnahme zu rufen. Er fragt nach weiteren Wertgegenständen und Schmuck.

Am Nachmittag wollte die falsche Großcousine das Geld vom Ehepaar abholen, versprach es mit einem Kredit und Zinsen zwei Tage später zurückzuzahlen. Wenig später gab sie jedoch an nicht kommen zu können und kündigte einen Mitarbeiter des Rechtsanwaltes an. Dieser stand beim letzten Anrufbereits im Hof der Rentner. Fast wortlos nahm er den Umschlag mit dem Geld entgegen und verschwand wieder. Woher er gekommen ist oder wohin er ging, konnten die Geschädigten später nicht mehr sagen.

Bis sich das Rentnerehepaar seinen Kindern anvertraute dauerte es dann zwei Wochen. Sie begleiteten sie zur Polizei und erstatteten Anzeige. Die Polizei ließ daraufhin ein so genanntes subjektives Portrait von einem Polizeizeichner anfertigen. Dieses zeigt den Abholer des Geldes, einen jungen Mann im Alter von ca. 28 Jahren, der ca. 1,60 Meter groß, also auffällig klein ist. Er trug kurze, dunkle Haare mit einem kleinen Schnurrbart und ist vermutlich deutscher Nationalität. Außerdem trug er ein gelbes, kurzärmliges Oberteil und eine lange dunkle Hose.

Die Polizei fragt in diesem Zusammenhang, wer den Mann kennt oder wer ihn bereits schon einmal gesehen hat. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Brandenburg unter 03381-560-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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