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Judo
Fünfmal Edelmetall beim Herbstcup

Matthias Schwarz / 14.11.2019, 11:00 Uhr
Strausberg Trotz vieler krankheitsbedingter Absagen sind die Sportler des TSV Blau-Weiß Schwedt mit fünf Sportlern an den Start gegangen. Alle erkämpften eine Medaille.

Hannes Schwandtke war der Goldjunge und startete in der Altersklasse bis acht Jahre. Er gewann alle seine Kämpfe, obwohl er eine Gewichtsklasse nach oben rutschte und so viele Gegner nicht unwesentlich schwerer waren. Getreu dem ersten Prinzip des Judos "Siegen durch Nachgeben" nutzte er geschickt die Bewegungen seiner Gegner, um sie aus dem Gleichgewicht zu bringen und auf den Rücken zu befördern. Hannes zeigte vor allem auch, dass er sich flexibel an die jeweilige Situation anpassen kann.

Goldjunge setzt stets nach

So setzte er im zweiten Kampf sofort nach, als der Gegner durch seinen Wurfansatz nur auf der Seite auf der Matte landete. Hier holte er sich den Rundensieg für das Finale durch eine Festhaltetechnik am Boden. Im Finale gegen den Oranienburger zog Hannes sofort den Kontrahenten zu sich heran. Dieser begegnete mit einer Ausweichbewegung nach hinten, Hannes setzte mit einem Ausfallschritt nach und übernahm diese Rückwärtsbewegung mit O-Soto-Otoshi (großer Außensturz). Ippon, Sieg und Gold nach nur wenigen Sekunden und begeisterter Jubel bei den Schwedtern.

In der Altersklasse bis zehn Jahren hatten Liv Kasch und Jakob Auerbach ihren ersten scharfen Wettkampf. Beiden gelang es, sich auf Platz 3 zu kämpfen. Besonders Liv zeigte mit Ehrgeiz und Siegeswillen, dass von ihr noch viel zu erwarten ist. Gerade im dritten Kampf biss sich Liv an ihrer kraftvollen Gegnerin sprichwörtlich die Zähne aus.

Jakob hatte Pech im letzten Kampf, durch zweifelhafte Bestrafungen des Richters, bei dem er mit Wazari in Führung lag, nun doch zu verlieren. Da kann man noch so viel mit dem Kopf schütteln, das letzte Wort hat nun mal der Referee. Für die Schwedter Jugend starteten in der AK bis vierzehn Jahre Tim Werth und Emin Elzhurkaev. Beide sind erfahrene Routiniers. Auch hier wurde es durch Zusammenfassen der Gewichtsklassen nicht so einfach, insbesondere für Tim als Leichtester, der trotzdem Bronze errang.

Emin musste sich nach einem verpatzten ersten Kampf wieder in die Runde zurückkämpfen. Das kostete Kraft und endete nach drei Minuten mit einem Gleichstand. Eine zermürbende Zeit folgte, doch Emin erkämpfte Bronze.

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