Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Stadtforum
Regionalmarkt steht ganz oben auf der Wunschliste

Bürgerbeteiligung ganz konkret: Im Ratssaal trafen sich die Akteure, um sich Gedanken über das Zusammenleben in der Stadt Zehdenick zu machen und wie es durch Projekte verbessert werden kann.
Bürgerbeteiligung ganz konkret: Im Ratssaal trafen sich die Akteure, um sich Gedanken über das Zusammenleben in der Stadt Zehdenick zu machen und wie es durch Projekte verbessert werden kann. © Foto: Martin Risken
Martin Risken / 14.11.2019, 20:15 Uhr
Zehdenick (MOZ) Einen Regionalmarkt mit Produkten lokaler Erzeuger, eine Veranstaltung zum Thema Jugendbeteiligung, Vorschläge zur Nachnutzung der Havelland-Grundschule und eine Koordinierungsstelle für die Zusammenarbeit der in Zehdenick tätigen Vereine – das sind einige der Vorschläge, die in den verschiedenen Arbeitsgruppe unter dem Motto "Zehdenick leben – gemeinsam konkret" bis Mittwochabend im Rathaus zusammengetragen worden sind.

Konkrete Verabredungen

Während es beim ersten Treffen im Oktober auf Einladung des Kreisjugendringes, der Stadt Zehdenick, der evangelischen Kirchengemeinde Zehdenick, des Kunstvereines Zehdenick und der Familienberatungsstelle noch um Grundsätzliches ging, sollte es beim zweiten Treffen am Mittwoch um konkrete Verabredungen gehen. Für die einzelnen Projekte sind auch gleich die Verantwortlichen benannt, zum Teil auch Termine für Arbeitsgruppengespräche vereinbart worden. Im Januar oder Februar wollen sich die Frauen und Männer im Nachbarschaftstreff an der Marktstraße zusammenfinden, um eine Veranstaltung zur Jugendbeteiligung vorzubereiten. Dann wird es unter anderem um die Frage gehen, welche Vereinbarungen die Stadtverordneten mit Jugendlichen treffen können und was überhaupt machbar und realistisch ist. Den Hut bei diesem Treffen wird Jens Jäger aufhaben. Wie sich die Vereine in Zehdenick besser vernetzen können, wird Thema eines anderen Arbeitskreises sein. Wobei noch nicht klar ist, wohin die Reise gehen wird: Wird es künftig einen Tag der Vereine geben, ein gemeinsames Fest organisiert und einfach nur ein Forum zum Austausch von Gedanken gegründet.

Eine "insektenfreundliche Blumenwiese" wollen wiederum andere Engagierte auf dem neuen Festplatz installieren, vielleicht im Rahmen eines Naturlehrpfades, der aber auch von Schulen im Unterricht genutzt werden kann. Einen Stammtisch wollen andere einrichten, um engagierten Bürgern eine Plattform zu bieten. Auch eine Vernetzung der Kinder- und Jugendarbeit ist im Gespräch. Das erste Treffen könnte schon im Januar stattfinden. So könnten die verschiedenen Angebote gebündelt und Kooperationen und Koordinationen verabredet werden, um sich gegenseitig zu unterstützen und Konkurrenz untereinander zu vermeiden. Hier sieht sich das Mehrgenerationenhaus als verantwortliche Stelle. Viele Gedanken haben sich die Zehdenicker bei ihrem Treffen auch darüber gemacht, wie die Havelland-Grundschule genutzt werden kann. Denn Ideen gibt es viele: Musikschule, Bibliothek, Sportgruppen,, freie Schule, Kita-Nutzung, Ärztehaus, Vorschule, Mehrgenerationenhaus, Vereinshaus oder Volkshochschule.

Produktive Atmosphäre

Mit den in gut vier Stunden zusammengetragenen Ideen unter der Moderation von Norbert Poppe waren die meisten Teilnehmer sehr begeistert. Niemand habe mit so vielen Projekten und Vorschlägen gerechnet, die nun weiterverfolgt werden sollen. Von einer "guten Qualität der Bürgerbeteiligung", sprach Moderator Poppe, während Stadtverordneter Norbert Gerth (Gemeinsam für Zehdenick) von einer "sehr befruchtenden Runde" angetan war. Vieles Interessante sei angeschoben worden, unterstrich Vize-Bürgermeister Dirk Wendland. "Für mich war es keine verlorene Zeit", stellte in der Abschlussrunde Roland Kurze von der Willkommensinitiative Zehdenick fest. Manfred Rißmann, Vorsitzender des Stadtseniorenbeirates, merkte allerdings kritisch an, dass bei dem Treffen am Mittwoch keine Vertreter der Sportvereine und der Feuerwehren anwesend waren, obwohl dort viel Jugendarbeit geleistet werde. Lob für die Zehdenicker Initiative gab es vom Mobilen Beratungsteam Neuruppin: "Es ist interessant zu sehen, wie in Zehdenick Demokratie gelebt wird. Wenn das überall so passieren würde, wäre es sehr schön."

Um möglichst viel davon auch umsetzen zu können, soll es eine Dokumentation geben. Außerdem sollen die Ergebnisse den Stadtverordneten am 28. November vorgestellt werden.

Ideensammlung in drei Schritten

In der ersten Phase war Platz gegeben, um einen Blick auf die Entwicklungen seit der ersten Tagung im Herbst 2018 zu erhalten.

In Phase zwei machten sich sieben Arbeitsgruppen Gedanken über konkrete Projekte.

In Phase drei schauten sich alle  Teilnehmer die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen an. Außerdem wurden Verabredungen für die Fortführung getroffen.⇥red

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG