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Bauen
Weiterer Grund zum Feiern

Sabine Rakitin / 15.11.2019, 20:08 Uhr
Basdorf (MOZ) Dreimal erhebt Zimmermann Sven Dedow am Freitag das Glas: auf die Bauherrschaft, auf den Architekten und auf die Zimmerleute. Dann zerschellt es auf dem Boden, wie es der Brauch bei einem Richtfest will. "Mal gucken, ob die Vertreter der Gemeinde und die Staatssekretärin einen Nagel einschlagen können", frotzelt der 45-Jährige. Sie können. Sie sind geübt.

Es ist bereits der zweite Richtkranz, der über den Kasernenblöcken auf dem Gelände der einstigen Polizeischule in Basdorf schwebt. Vor 16 Monaten war für den ersten Block Richtfest gefeiert worden. Dort ist inzwischen eine Musterwohnung fertig, im Frühjahr sollen die ersten Mieter einziehen. Ortsvorsteher Peter Liebehenschel freut sich. Die Idee, aus den alten Kasernenblöcken bezahlbare Mietwohnungen zu machen, stamme von einem alten Basdorfer, erinnert er sich.

Das Richtfest für den zweiten Block erleben wieder Gemeindevertreter, Architekten, Vertreter der BEG – Basdorf Entwicklungsgesellschaft und der Investitionsbank des Landes Brandenburg, Handwerker und Mitarbeiter der Verwaltung mit. Auch Ines Jesse, Staatssekretärin in Infrastrukturministerium, ist dabei. Im Herbst 2016 hatte sie die Grundsteinlegung in den "Basdorfer Gärten" erlebt. "Toll, was hier gewuppt worden ist", sagt sie. "Machen Sie weiter so!"

Seit dem 19. Februar wird an dem zweiten Kasernenblock gearbeitet. Nach der Blaupause des ersten Blocks standen als erstes umfangreiche Entkernungsarbeiten an. Für den entkernten Rohbau mussten dann zunächst die Fundamente verstärkt werden. Denn das ursprünglich 2,5-geschossige Gebäude ist mittlerweile zu einem Viergeschosser geworden. Zusätzlich wurden fünf neue, außen liegende Treppenhäuser gebaut, die Fenster- und Balkonöffnungen realisiert und letztendlich die Dachkonstruktion aufgestellt.

"Als sei das nicht schon Herausforderung genug, sahen wir uns leider im April dieses Jahres veranlasst, dem bis dahin beauftragten Rohbauunternehmer eine Kündigung auszusprechen", erinnert Bauamtsleiter Lars Gesch am Freitag.

Die gute Nachricht war dann, dass es in "bewundernswerter Geschwindigkeit" von sechs Wochen gelang, ein Bauunternehmen aus der Uckermark zu binden und den Bau fortzuführen. "So sind wir jetzt in der Lage, die Bauphase Anfang 2021 abschließen zu können", erläutert Gesch die weitere Zeitplanung.

WBS-Schein ist erforderlich

Insgesamt entstehen in dem Block 52 Wohnungen mit jeweils zwei bis vier Räumen – davon 75 Prozent für Mieter mit Wohnberechtigungsschein und für Mieter, die die Einkommensgrenze für einen Wohnberechtigungsschein um einen bestimmten Prozentsatz überschreiten. 13 Wohnungen werden frei vermietet.

Die Gesamtkosten für den Umbau der zwei ehemaligen Kasernen- in Wohnblöcke sind derzeit mit 18,6 Millionen Euro budgetiert. Das Land unterstützt das Bauvorhaben mit einem zinslosen Darlehen von 9,2 Millionen Euro.

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