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Pendler
Mehr Stellplätze für Räder am Biesenthaler Bahnhof

Belegt: Die überdachten Fahrradständer am Biesenthaler Bahnhof werden im nächsten Jahr erweitert.
Belegt: Die überdachten Fahrradständer am Biesenthaler Bahnhof werden im nächsten Jahr erweitert. © Foto: Sergej Scheibe
fos / 16.11.2019, 06:15 Uhr
Biesenthal (MOZ) Am Biesenthaler Bahnhof finden Radfahrer manches Mal keine Abstellmöglichkeiten mehr für ihre Räder. Die Stellplätze werden so gut angenommen, dass sie nicht ausreichen. Die Linke hat daher eine Erweiterung der Stellplätze beantragt. Die Stadtverordnetenversammlung folgte dem einstimmig. Bei der Umsetzung des Beschlusses ist außerdem die Errichtung von Ladestationen für E-Bikes zu berücksichtigen. Dirk Siebenmorgen (Linke) unterstrich noch einmal, dass bei der Planung der Erweiterungsanlage die Bürger mit einschlägigen Erfahrungen, vor allem Pendler, zu beteiligen seien.

Die Mittel für die jetzt beschlossene Erweiterung wurden noch einmal aufgestockt. Waren zunächst nur 25 000 Euro für die Erweiterung beantragt worden, so beschloss die Stadtverordnetenversammlung die Bereitstellung von nunmehr insgesamt 40 000 Euro. Der Bauausschussvorsitzende Andreas Krone hatte diesen Betrag bereits für den Haushalt des kommenden Jahres angemeldet.

92 Plätze reichen nicht

Die überdachte Anlage am Bahnhof wurde bereits 2006 mit zunächst 44 Stellplätzen in Form von Stahlrohrbügeln in Betrieb genommen. Im Jahr 2012 kamen noch einmal 48 hinzu. Doch auch die insgesamt 92 Plätze reichen nicht. Im Gegenteil: Mit der Erschließung neuer Wohngebiete, so vermutet die Linke, werde sich der bestehende Mangel an Fahrradstellplätzen sogar noch verschärfen.

Die Linke sieht in dem Beschluss einen Beitrag zur Förderung der "klimafreundlichen Mobilität". Für Pendler sei das Fahrrad unter diesem Aspekt das "ideale Verkehrsmittel". Gedacht wird dabei an Pendler aus dem Biesenthaler Stadtgebiet ebenso wie aus Nachbarorten wie zum Beispiel Grüntal. Allerdings würden sie erwarten, dass die Räder diebstahlgesichert angeschlossen werden können.

Der genaue Standort der zusätzlichen Plätze ist noch offen. Zum einen wird die Verlängerung der bestehenden Anlage in Richtung TZMO erwogen. Als Alternative sei ein Standort auf der anderen Seite der Bahngleise zu prüfen. Möglicherweise könnte aber auch ein Teil der Kfz-Plätze in Frage kommen. Elke Eckert (Bündnisgrüne/SPD) wies darauf, dass erfahrungsgemäß in Spitzenzeiten die Autoparkplätze komplett belegt seien. Die Variante in Richtung TZMO sei sicher die sinnvollste Lösung.

Der Bau von Fahrradabstellanlagen an Bauhöfen kann vom Bundesumweltministerium und der Deutchen Bahn zu 40 Prozent gefördert werden. Kommt dieses Förderprogramm zum Tragen, so die Linke, dann können die Abstellplätze auch auf bahneigenem Gelände errichtet werden.

Auf jeden Fall ist vorgesehen, die Bügel in einem größeren Abstand als bisher aufzustellen, so dass sie von beiden Seite genutzt werden können. Nicht zuletzt soll geprüft werde, ob auch die Aufstellung von abschließbaren Boxen für höherwertige Fahrräder auf Mietbasis gewünscht wird. Auf jeden Fall umfasst der Beschluss auch die Aufstellung einer zusätzlichen lampe.

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Patrick Madsen 16.11.2019 - 23:42:49

Umwandlung...

ist hier wohl die bessere Wahl, die PKW Parkplätze in Fahrradabstellplätze umzuwandeln. Weil aus einem Pkw Stellplatz bis zu 10 Fahrrad abstellplätze entstehen können. Das heißt bei 15 umgewandelten PKW Parkplätzen können bis zu 150 Fahrrad abstellplätze entstehen. Der Flächenverbrauch vom Fahrrad ist geringer und die Klimabilanz ist hier viel besser. Als wenn 1 Mensch 1Tonne Blech durch die Gegend bewegt und dabei die dringend benötigte Fläche alleine blockiert.

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