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Eigenheime
"Pappelallee" in Biesenthal wächst noch

Schon fortgeschritten: Die Eichenallee gehört zu den neuen Wohnstraßen nördlich der Biesenthaler Bahnhofstraße. Die Straße mit 31 Baugrundstücken wurde im November 2018 offiziell freigegeben.
Schon fortgeschritten: Die Eichenallee gehört zu den neuen Wohnstraßen nördlich der Biesenthaler Bahnhofstraße. Die Straße mit 31 Baugrundstücken wurde im November 2018 offiziell freigegeben. © Foto: Sergej Scheibe
Olav Schröder / 16.11.2019, 06:30 Uhr
Biesenthal (MOZ) Biesenthal wächst. Konnte Bürgermeister Carsten Bruch (CDU) gerade mitteilen, dass die Einwohnerzahl der Stadt über 6000 gestiegen ist, so wird das Wachstum auch in naher Zukunft weitergehen. Die Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer jüngsten Sitzung der Erweiterung der Wohnbebauung im nördlichen Bereich der Bahnhofstraße zugestimmt. Auf der Fläche nördlich der Pappelallee bis zur Kiefernallee sollen 13 Baugrundstücke für Einfamilienhäuser entstehen. Die Stadtverordneten folgten damit dem Anliegen des Bauausschusses, der sich an dieser Stelle für eine etwas aufgelockertere Bebauung ausgesprochen hatte. Konkret wurde die Zahl der Baugrundstücke um eines verringert. Unterm Strich entstanden somit etwas größere Grundstücke. Die größten werden damit über 1000 Quadratmeter betragen, so der Planer.

Grundstücksbreite verändert

Nach den Vorberatungen ist jetzt nicht nur die Aufstellung des Bebauungsplanes "Nördliche Pappelallee" beschlossen worden. Zustimmung fand auch der bereits vorliegende Entwurf, so dass die Planungsunterlagen demnächst öffentlich ausgelegt werden. Zugleich wurde ein städtebaulicher Vertrag mit dem Vorhabenträger abgeschlossen.

Das "Tempo" des privaten Investors bezeichnete Dirk Siebenmorgen (Linke) als "erstaunlich". Er hätte sich vor allem aus optischen Gründen noch breitere Grundstücke gewünscht. Im Schnitt liegen sie jetzt bei 17 Meter. Schon im Bauausschuss war darauf hingewiesen worden, dass aufgrund der ausgedehnten Tiefe dann sehr große und damit auch teurere Grundstücke entstehen würden.

Eine zügige Planung ist aus Sicht von Andreas Krone (Bündnisgrüne) allerdings zu begrüßen. Davon würden auch die  Anlieger, die dort bereits wohnen, profitieren, weil dann der Straßenbau eher abgeschlossen werden kann.

Auf den bereits erschlossenen Bauplätzen "Birkenallee" und "Pappelallee" sind alle Baugrundstücke für den Einfamilienhausbau vergeben, informiert der private Investor. Erschließung und Straßenbau seien bis auf den Endausbau des neuen Teils der Pappelallee weitgehend abgeschlossen.

Grüne Grundstückshälften

In dem städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt Biesenthal und dem Vorhabenträger wird auch geregelt, dass sich der Investor an dem Ausbau der Pappellallee beteiligt, und zwar mit 200 000 Euro. Außerdem legt der Vertrag fest, dass er auch die Planungs- und Erschließungskosten trägt.

Der Entwurf des Bebauungsplans sieht vor, dass die neuen Einfamilienhäuser nördlich der Pappelallee entstehen. Bislang wird die Fläche landwirtschaftlich genutzt. Von den 1,5 Hektar werden 0,65 Hektar als allgemeines Wohngebiet festgesetzt. Im Flächennutzungsplan ist der Bereich als Wohnbaufläche, das übrige Areal als Grünfläche ausgewiesen. Diesen Vorgaben soll Rechnung getragen werden, indem an dem Weg namens Melchower Feld und in den hinteren Gartenbereichen Grünflächen entstehen. Vorgesehen ist, sie durch Bäume aufzuwerten.

In dem neuen Landesentwicklungsplan unter der Überschrift "Hauptstadtregion" wird der Stadt Biesenthal von der Landesplanung eine Entwicklungsmöglichkeit auf Flächen von insgesamt 5,9 Hektar zugewiesen. Davon werden durch den neuen Bebauungsplan "Nördliche Pappelallee" 0,65 Hektar in Anspruch genommen. Die verbleibenden Flächen sollen mit dem Bebauungsplan "Am Kolterpfuhl" entwickelt werden.

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